Klassenprojekte

Neben den wiederkehrenden Präsentationen in der Akademie suchen nicht selten auch einzelne künstlerische Klassen die Öffentlichkeit. Häufig sind es Ausstellungsprojekte, mit denen sich die Studierenden an fremden Orten vorstellen.

Dazu bieten nicht nur Räume für Kunst in Karlsruhe und Umgebung Gelegenheit. Klassen der Akademie wurden auch schon in europäische Metropolen eingeladen, wie Amsterdam oder Berlin.

 


Klasse Lindena mit Klasse Lutz Braun (HBK Braunweig): konkrete fantasia

15. bis 25. April 2026

Kunstakademie Karlsruhe, Lichthof

Jede Fantasie trägt eine eigene Handschrift, hat ihren eigenen Fingerabdruck und verweist in ihrer Verbindung zu den anderen zugleich auf ein gemeinsames Gefüge, in dem sich individuelle Spuren aus Braunschweig und Karlsruhe überlagern, verschieben und neuformieren. Ist jede Arbeit für sich schon eine konkrete Fantasie, oder wird erst die Verbindung unser aller Arbeiten konkret?
Fantasie erscheint hier nicht als Gegenwelt, sondern als eine Kraft, die aus der Realität hervorgeht und auf sie zurückwirkt. Die Werke folgen keiner linearen Erzählung. Vielmehr öffnen sie Zustände: flüchtig, fragmentarisch, einfach-komplex. 

Die Ausstellung der Klassen Kalin Lindena (Kunstakademie Karlsruhe) und Lutz Braun (HBK Braunschweig) versammelt Arbeiten, die sich im Spannungsfeld von Realität und Imagination bewegen –zwischen Körper und Material, zwischen individueller Erfahrung und kollektiver Wahrnehmung.
Gemeinsame Projektevon Klassen  unterschiedlicher Kunsthochschulen sind inspirierende Begegnungen von Studierenden und dem Publikum an den beiden Orten. Sie richten den Blick auf individuelle Positionen aber auch auf Gemeinsamkeiten wie Unterschiede der jeweiligen Lehre. Vom 13. bis 22. Mai 2026 ist die Schau in der Montagehalle der HDK Braunschweig zu sehen.


Klasse Ackermann: group show

6.3. – 25. 4. 2026

galerie burster, Berlin

Die galerie burster berlin präsentiert eine Gruppenausstellung von Studierenden der Klasse von Prof. Franz Ackermann der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe.

Die Ausstellung versammelt künstlerische Positionen aus unterschiedlichen Semestern und zeigt eine Vielfalt an Medien, darunter Malerei, Grafik und Installation. Die Arbeiten geben Einblick in aktuelle Entwicklungen innerhalb der Klasse und spiegeln die individuellen Ansätze und thematischen Interessen der beteiligten Künstler:innen wider. Franz Ackermann ist als Gast mit einer eigenen Arbeit in der Ausstellung vertreten.

Mit: Jakob Augustin, Linda Marie Blüm, Melike Gömleksiz, Lina Härer, Judith Kaminski, Fabian Lutz, Maria Christina Tsavalia.

 


Klasse Plessen: 23

27.2. - 14.3.2026

H2zwei

Die Ausstellung trägt den Titel »23« – ein Hinweis auf die große Bandbreite der präsentierten Arbeiten. Es erwartet den Beuscher eine umfangreiche Darbietung mit vielen unterschiedlichen künstlerischen Positionen, die einen spannenden Einblick in das aktuelle Schaffen der Klasse ermöglicht. 

 


Klasse Ackermann: Art meets Waldstrasse

31. 2. -14. 2.2026

Die Südliche Waldstraße wurde zur Galerie, Kunst in den Schaufenstern zur art Karlsruhe 2026

Anlässlich der Kunstmesse verwandelte sich die Südliche Waldstraße in eine lebendige Outdoor-Galerie! Dieses Jahr stand das Projekt ganz im Zeichen der Zusammenarbeit mit der Klasse von Prof. Franz Ackermann von der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe.Insgesamt über 40 Werke junger Künstler*innen wurden in mehr als 20 teilnehmenden Geschäften entlang der Südlichen Waldstraße präsentiert. Die Straße wurde damit nicht nur zum Ausstellungsraum, sondern auch zum Begegnungsort für Kunst und Alltag.


Klasse von Brandenburg: Kunstlos

Performance-Projekt auf der art Karlsruhe 2026

4.- 8. 2.2026

Die Klasse von Ulla von Brandenburg hat auf Initiative und mit Unterstützung der Hochschulkommunikation die Standgestaltung der Kunstakademie Karlsruhe übernommen. Neben dem gemieteten Messestand von 21 qm hat die Klasse ein Konzept für die gegenüberliegende Aktionsfläche in Halle 3 eingereicht und von der Messe hierfür den Zuschlag erhalten.

Der Auftritt trägt den Titel „Kunstlos“ und soll durchaus doppeldeutig (kunstmarktkritisch) verstanden werden. Die performative Gestaltung schlägt die Brücke vom Stand zur Aktionsfläche, die in einem einheitlichen Farbkonzept gestaltet waren: pink/gelb. Man nimmt damit die Farbgestaltung der art Karlstruhe auf. Auch die Kostüme spiegeln das Farbspektrum (Leihgabe des Badischen Staatstheaters).

Im Zentrum der Aktionsfläche stand eine 3 Meter hohe Holzskulptur, die einer Art Kugelbahn glich. Es war der Losstand, der von einer Losfee gekrönt wurde. Die Performerin schickte Holzkugeln mit Losnummern auf die Bahn. Die Lose konnten, verbunden mit einer Spende für den Freundeskreis der Akademie, gekauft werden. Es waren insgesamt 3000 Lose (Nieten) und 39 Gewinne. Die kostümierten Performer*innen bewegten sich permanent zwischen Stand und Aktionsfläche und bisweilen auch in den übrigen Messehallen, um die Besucher zum Loskauf aufzufordern.

In der Ausstellungskoje wurden 39 künstlerische Arbeiten von Studierenden der Klasse und der Professorin präsentiert. Die 39 Werke waren die Gewinne. Die Spenden-Einnahmen aus dem Losverkauf gingen an den Freundeskreis, der diese als Fördermittel an die Studierenden weitergeben wird.


Klasse Doll: as best as it gets

Galerie Droste, Birkenstraße 104, Düsseldorf

20.12.2025 - 17.-01.2026

Gut, besser, am besten? Superlative zählen nicht – es kann immer noch schlimmer oder besser kommen. Nachdem der vorweihnachtliche Einkaufsrummel abgeklungen ist, zeigt die Klasse von Professorin Tatjana Doll an der Kunstakademie Karlsruhe ihre Arbeiten in der Galerie Droste in Düsseldorf. Gemälde, aber keine von der Stange. Die Ausstellung sollte eigentlich schon 2024 stattfinden, musste aber aufgrund einer unerwarteten Begegnung zwischen einer Flexscheibe und Asbestfasern innerhalb der Akademie verschoben werden. Jetzt, kurz vor dem großen jährlichen Unboxing, ist es soweit und das Besteck wird ausgestellt. Vierundzwanzig Studierende zeigen jeweils eine Serie von Gemälden. Das serielle Prinzip wurde aus unterschiedlichsten Richtungen angegangen. Das Ergebnis ist eine Ausstellung, die das gesamte malerische Spektrum der Klasse zeigt.

Teilnehmende: Tessa Balduzus, Isabelle Bauer, Otto dfe Booij, Mollie Campbell, Antonia Grabensee, Selma Grunau, Juliane Just, Lukas Jakobs, Samuel Kienle, Leonie Klein, Pauline Knotz, Hannah Konrad, Ella Lewis, Vanessa Lokodi, Dietmar Lutz, Johannes Manderscheid, Emma Lina Persitzky, Dorian Piotrowski, Linus Schmitt, Clara Vivian Stang, Emmy Tema, Üaul Tepel, Helin Toptik, André Wendland, Max Willeke.


Klasse von Hellermann: Renaissance

2.12. 2025 - 15.1.2026

H2zwei

Die Klasse von Sophie von Hellermann exerimentierte mit einer traditionellen Malmethode: Eitempera. Malgrund waren stets gleich große Holzplatte. Die Ergebnisse dieser künstlerischen Aktion waren im Projektraum Herrenstraße zu sehen. Es war die erste Präsentation in den vom Freundeskreis der Akademie zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten.


Klasse Buch: Sculpture Park /1

Schlosspark beim Fasanenschlösschen

22. - 26. November 2025

Das einst als Lustgarten angelegte Areal wird von den Studierenden neu interpretiert und dabei das klassische Verständnis des Sculpture Parks kritisch hinterfragt und reflektiert. Zwischen Schlösschen, Pavillons und Park entstehen Arbeiten, die skulpturale Erwartungen an Materialität, Dauer, Form und Ort unterlaufen und zu neuen Formen des Sehens einladen.

Die Beiträge reichen von temporären Interventionen bis zu prozesshaften, teilweise performativen Setzungen, die das Format Sculpture Park nicht nur erweitern, sondern in seiner Funktion als öffentlicher Ausstellungsraum aktiv befragen. 


Klasse van Eeden: Wohin mit der Asche?

Städtische Galerie Eichenmüllerhaus Lemgo-Brake

9. November - 14. Dezember 2025

Marcel van Eeden und seine Klasse ließen sich von der Geschichte der Region um Lemgo inspirieren. Angeregt durch das sogenannte "Hexenbürgermeisterhaus" in Lemgo beschäftigten sich die Künstler*innen mit den Aspekten der Hexenverfolgung, die so unterschiedlich sind wie die künstlerischen Positionen der Teilnehmenden an der Ausstellung.

Mit: Marcel van Eeden, Grischa Kaczmarek, Lilly Arnold, Anna Bauer, Katharina Büttgen, Lara Ellis, FDE, Julia Frey, Marlene Kuppinger, Lukas Noffz, Johanna Pohle


Klasse van Warmerdam: Dyaden

Fasanenpavillons, Fasanengarten Karlsruhe

23. bis 26. Oktober 2025

 

„Gut ist es, an anderen sich zu halten, 
denn keiner trägt das Leben allein“ 

Friedrich Hölderlin
 
Für den griechischen Philosophen Pythagoras ist die Zahl Zwei (Dyade) eine Kühnheit und gleichsam eine Qual. Beides liegt in der Trennung, der Verschiedenheit vom Einen. 
In ihrer Kühnheit des Andersseins sind Dyaden das „Tor zu Vielen“, die Öffnung zu einem Anderen hin und gleichsam der Wunsch zur Einheit. 
 
In Zweierbeziehungen lotet die Klasse von Prof. Marijke van Warmerdam der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe unterschiedliche Möglichkeiten des gemeinsamen Denkens und Arbeitens aus. Kongruenz und Differenz. Anziehung und Abstoßung. Zusammen getrennt sein und getrennt Eins sein ist das Motto. Im Karlsruher Schlossgarten treten die Arbeiten der Paare über die zwei Fasanenpavillons hinweg in einen Dialog miteinander. Im dyadischen Paar wird dabei ein „immer mehrere Sein“ zum immanenten Bestandteil des Kunstmachens, um die umgebende Welt und das/den und die Andere*n in die Beziehung einzulassen.

Teilnehmende Künstler*innen: Lilly Oehler, Carolin Bäcker, Hannah Bornell, Shaghayegh Teimouri, Anna Lena Seibold, Sophie Sarcander, kamil Fiebig, Romy Schäfer, Alexander Johl, Juli Hanisch, Tabea Wasserfall, Barbara Instynski, Luise Anna Alt, Janika Erbe, Christoph Laier. 


Klasse Bock: Ahja

 Galerie oqbo. Brunnenstraße 63 13355 Berlin

1. bis 13. August 2025 

Eröffnung: 31. Juli 2025 um 18:00 Uhr

Mehr die Richtung eines Jas als eines Neins. 
Zögerndes Zustimmen. 
Aber auch nicht nur. 
Bestätigend: Richtig, ich erinnere. 
Fallende Groschen. Groschen die klingen. 
Die auf dem Grunde eines Brunnens springen. 
Ein wirkliches Interesse. 
Der Versuch zu verstehen, sich hineinzuversetzen. 
Volle, ganze, begeisterte Zustimmung. 
Ein Kinn, das zuhört, versteht, 
begeistert zustimmend nickt. 
Vorsichtig geäußertes Bedenken. 
Das Ja noch zurückbehalten. Bedenke doch…
Ein zweifelndes Ausharren, 
vielleicht in einer eigenen Meinung von zuvor verhakt. 
Dann eine Oberfläche. 
Ein vorgetäuschtes Interesse.
Die Faulheit einer Anerkennungsinstanz.
Situatives Zustimmen, situatives Hinterfragen. 
Ein Laut, der im Kontext Klang, seine Haltung erhält.

Text: Emma Tietze 
Grafik: Max B. Werner


Klasse Wasmuht: bikini bottom

AD HOC ART

Altes Volksbad Mannheim, Mittelstraße 42, 68169 Mannheim

13. / 14. Juni 2025 

Eröffnung: Freitag, 13. Juni, 19:00 Uhr 

Studierende der Klasse Wasmuht an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe präsentieren am 13. und 14. Juni 2025 im  alten Volksbad Mannheim ihre Kunstwerke. Die 22 Ausstellenden bespielen mit verschiedenen Kunstmedien — von Malerei und Druck bis hin zur Plastik und raumübergreifenden Installationen — die 36 Dusch- und Badekabinen als Teil der etablierten Ad Hoc Art Ausstellungsreihe.

Der Titel «bikini bottom» verweist auf das entlegene Bikini-Atoll der Marshallinseln und über dessen maritime Assoziation auf die ungewöhnliche Ausstellungsumgebung. Räumliche Abgeschiedenheit prägte auch die Entstehung der hier gezeigten Werke: Diese entstanden auf Schloss Scheibenhardt — einem peripheren Standort der Akademie am südlichen Rand von Karlsruhe, fernab des zentralen Lehrbetriebs in der Innenstadt.

 Teilnehmende Künstler*innen: Robin Schön, Amanda Röling, Konrad Weber, Frederik Sigel, Leonhard Mihm, Corinne Wasmuht, Miron Grigorij Trifonov, Noel Berenz, Anastasia Ernst, Marten Hunsicker, Mariia Roza, David Kerekes, Jennifer Popp, Malte Römer, Jasmin Mayer, Leo Moroff, Marco Honisch, Anton Ziegler, Jakob Seckinger, Anna Scheper Rue, Sofia Doster Conde, Nele Schwarz, Annika Krause.


Klasse van Eeden mit Atelier Langendorf: Als Karl auf der Brücke stand

Austauschprojekt zwischen den Klassen der Hochschule der Bildenden Künste Saar und der  Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe

Ausstellung in der Galerie der HBKsaar 4.6. bis 21.06.2025
Ausstellung im Lichthof der Kunstakademie Karlsruhe 5.1. bis 17.1.2026

Das Atelier Prof. Gabriele Langendorf an der Hochschule für Bildende Künste Saar und die Klasse von Rektor Prof. Marcel van Eeden an der Karlsruher Kunstakademie verfolgen ein Kooperationsprojekt, das bereits seit einigen Monaten läuft. In mehreren Arbeitsaufenthalten in Karlsruhe und Saarbrücken entwickelten die Studierenden der beiden Hochschulen gemeinsam künstlerische Arbeiten und ein Ausstellungskonzept mit Publikation. Ziel ist es, das gemeinschaftliche Handeln zu betonen und zugleich individuelle Arbeitsweisen sichtbar zu machen. Die Zusammenarbeit über die jeweiligen Akademiegrenzen hinaus, die auf Initiative von Studierenden entstand, bietet zudem eine Basis für die Vernetzung der Studierenden untereinander, um zukünftige, gemeinsame Ausstellungsaktivitäten nach dem Studium zu fördern.

Die jungen Künstler*innen beschäftigten sich dabei mit diversen Fragestellungen, die in das Ausstellungskonzept miteingeflossen sind, etwa: Ist es ausreichend, die individuellen Arbeiten wie in einer Gruppenausstellung gemeinsam zu kuratieren, oder kann das Potential des Themas noch stärker ausgeschöpft werden? Ist ein Fokus auf individuelle Positionen sinnvoll und ermöglicht der Dialog, das Kollektiv in den Vordergrund zu stellen?

Während mehrerer Arbeitsaufenthalte in Karlsruhe und Saarbrücken, entwickelten die Studierenden künstlerische Arbeiten und ein Ausstellungskonzept mit Publikation. Die Ergebnisse werden in zwei Ausstellungen, zuerst - vom 4. bis zum 21. Juni 2025 - in der Galerie der HBKsaar und vom 15. - 17. Januar 2026 im Lichthof der Kunstakademie Karlsruhe präsentiert. Zur Ausstellung erscheint eine Publikation.

Die teilnehmenden Studierenden sind:
Von der HBKsaar: Jannik Eisenmann, Jonas Entenmann, Lena Fialkowski, Alin Gnettner, Clara Hanzal, Emilie Herfert, Mattis Lehmann, Anna Neu, Sandra Romina Pölger 

Von der Kunstakademie Karlsruhe: Lily Arnold, Carolin Bäcker, Anna Bauer, Fernanda Duran-Eichlinger, Lara Ellis, Julia Frey, Bettina Frigge, Johanna Fritsch, Patricia Popp, Evelyn Volk

Betreuung von Seiten der Lehre: Prof. Gabriele Langendorf, Grischa Kaczmarek, Prof. Marcel van Eeden

Publikation
Als Karl auf der Brücke stand (pdf)


Klasse Buch: A spoonful of Sugar

in den Pavillons am Fasanengarten
25. und 26. Mai
49.01380˚N 8.41289˚E

Eröffnung: 24. Mai 2025 um 19:00 Uhr

Öffnungszeiten: 16:00 bis 20:00 Uhr

 

 

 

 

 

 


Klasse Plessen: get rich or die tryin

im Lichthof der Kunstakademie
14. bis 17. Mai 2025

Wie einst der Rapper 50 Cent mit seinem Debütalbum "get rich or die tryin‘“ den ersten Schritt seiner bedeutsamen Karriere wagte, tut ihm dies die Klasse von Prof. Magnus Plessen nun gleich. Sie lädt zu ihrer Ausstellungspremiere mit dem Titel „get plessed or die tryin’“ ein.

Denn: Plessed kann man nur in der Klasse Plessen werden.

Schon zu Beginn des Studiums wird den Studierenden angedeutet, wie gering die Chancen zum Durchbruch als erfolgreiche Künstler*in seien. Es scheint eine Ausnahme zu sein, im Kunstmarkt Fuß zu fassen oder sich mit der Unterstützung einer Galerie einen Namen zu machen. Damit bewegen sich die Kunststudent*innen stets in einem omnipräsentem Spannungsfeld zwischen der Angst zu scheitern und der Hoffnung irgendwann einen "Royal Flush auf der Hand zu haben".

Um sich diesem Ziel zu nähern, wagen die Studierenden der Klasse Plessen den Schritt aus dem Atelier hineinin den Lichthof der Akademie und zeigen was 'die Plessens' eigentlich machen.

Die jungen Künstler*innen versprechen eine Fülle künstlerischer Medien und eine ebenso große Breite an Persönlichkeiten. 


Klasse von Hellermann:Schicht für Schicht

Installation zum Performance-Projekt auf der art Karlsruhe
16. bis 19. April 2025 im Lichthof der Kunstakademie

Die Kunstakademie Karlsruhe bekam die Aktionsfläche in Halle 3 der art Karlsruhe zugesprochen, wo sich die Karlsruher Kulturinstitutionen präsentierten. Die Klasse von Hellermann, die die Gestaltung des art-Standes der Akademie übernommen hatte, dachte sich ein passendes Konzept aus.

Alles Studierenden der Klasse von Hellermann sollten teilnehmen können. Die Klasse einigte sich dann darauf, dass man mit Druckwerken vertreten sein wollte, die in einer kontinuierlichen Performance an den fünf Ausstellungstagen präsentiert werden sollten. Damit setzen sie einen Kontrapunkt zu den vielen Originalen in den Messehallen, die den Kunstfreunden zum Kauf angeboten werden.

Die Studierenden der Klasse von Hellermann entwarfen Plakate zu Ihrer Kunst, die in einer jeweiligen Auflage von 200 Stück produziert wurden. Das Ganze geschah mit der finanziellen Unterstützung der Kommunikation, die den Messeauftritt verantwortet. Die Klasse von Hellermann schlug auf der Messe einen Bogen vom gegenüberliegenden Messestand zur Aktionsfläche, in dem sie sich einen Weg bahnte. Die Plakate lagen auf Kante aufgestapelt am Stand und wurden zur gegenüberliegenden 9 Meter langen Wand hinübergetragen. Dort stand Kleister zur Beklebung bereit. Die Studierenden machten sich auf der Vorder- und Rückseite ans Werk: Schicht für Schicht - täglich weiter.

Damit veränderte sich der visuelle Eindruck der Wand kontinuierlich. Die Motive überlagerten sich immer wieder und bildeten bis zum Abschlusstag eine dicke Schicht. Klassenprofessorin Sophie von Hellermann setzte am Akademiestand einen eigenen Akzent: Sie bemalte vor der Eröffnung die Wände, indem sie das Konzept des Beklebens der langen Wand illustrierte.

Die Aktion als Installation mitzunehmen und im Lichthof zur Semestereröffnung zu präsentieren, wurde von Beginn an mitgedacht. Natürlich konnten die 9 Meter, in Gänze 18  Meter, nicht zusammengebaut mitgenommen werden. Sie musste zum Transport zerlegt werden und waren in Einzelteilen in der Akademie zu erleben. 

Die Aktion zeigte sich nun im Kontext einer Ausstellung: Die beklebten Wandteile waren an der Lichthofwand angelehnt, verdeckt und oder mit den Motiven sichtbar. Gegenüber, an der anderen Stirnwand des Lichthofs, wurde die bemalte Wand von Sophie von Hellermann präsentiert.

 


Malware: Klasse Doll im Offspace 56a.pf

Vom 8. bis 21. März 2025

Die Klasse für Malerei der Kunstakademie Karlsruhe von Prof. Tatjana Doll, vertreten von Dietmar Lutz, zeigt zum Semesterabschluss eine Auswahl ihrer Werke. 
Für die Ausstellung wurde Baumwollstoff gekauft – das Material, auf dem die Bilder entstehen. Die Stoffballen sind die unberührte Grundlage der Werke. In ihnen ist die gesamte Ausstellung bereits angelegt.


Klassen von Hellermann und van Eeden: One of Each

Galerie im Art Forum Offenburg

15. Februar - 1. März 2025

Studierende aus den Klassen von Sophie von Hellermann und Marcel van Eeden gastieren in Offenburg. Unter dem Titel „One of Each“ öffnet die Galerie im Art Forum Offenburg des Künstlerkreis Ortenau ihre Türen für ein künstlerisches Experiment, das den Dialog zwischen Studierenden in den Fokus stellt. Jede*r Teilnehmer*in bringt eine individuell gewählte Arbeit ein, die die unterschiedlichen künstlerischen Perspektiven der Gruppe widerspiegelt.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Präsentation der Werke in Paaren: Zwei Arbeiten unterschiedlicher Künstler*innen werden nebeneinander gehängt, um Spannungen und Gemeinsamkeiten sichtbar zu machen und einen visuellen Austausch zu schaffen. Diese unkonventionelle Hängung - Stoß an Stoß - hebt sich von klassischen Ausstellungen ab und fördert das gemeinsame Erleben der Kunst als Gruppe.
 


Klassen van Eeden und van Brandenburg: Orangen wachsen ohne Dornen

Lapidarium im Schwetzinger Schlossgarten

1. November 2024 - 28. Februar 2025

Im Herbst verlassen die Orangenbäume und andere Zitruspflanzen ihr sommerliches Quartier im  Schwetzinger Schlossgarten, um in der Orangerie zu überwintern. In diesem Jahr ziehen neben den grünen Schönheiten weitere Kunstwerke gleich nebenan ein: Im direkt angrenzenden Lapidarium ist die Ausstellung „Orangen wachsen ohne Dornen“ zu sehen. Die hier ausgestellten Werke stammen von Studierenden der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe. Die jungen Künstler*innen aus den Klassen von Prof. Marcel van Eden und Prof. Ulla von Brandenburg setzen sich in ihren künstlerischen Arbeiten kreativ mit dem Schwetzinger Schlossgarten und seinen vielfältigen Elementen auseinander.  Seit 2018 zeigt die Kunstakademie im Botanischen Garten Karlsruhe Werke ihrer Studierenden. Nun erhalten die modernen Arbeiten der Studierenden einen weiteren außergewöhnlichen Ausstellungsort: Zwischen den eindrucksvollen historischen Steinskulpturen des Schlossgartens entfalten die Exponate im Lapidarium eine besondere Wirkung. Die Ausstellung wird zu einem Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart. 


Klasse Hoffmann: méi wènti

Auf der Chinareise in Yangwei

4. November 2024

Gemeinsam mit ihrer Professorin Leni Hoffmann sammeln 23 Studierende auf ihrer Chinareise neue kulturelle Eindrücke. Von Nordchina geht es bis in den Süden Chinas - mit eigenen Augen vor Ort sehen, hilft den künstlerischen Blick zu schärfen. Auf der Reise wird in Putian eine Klassenausstellung im Dorf Yangwei realisiert.

Mit Johanna Baisch, Erle Blume, Chen Fei, Cong Cong, Julia Dörflinger, Rojan Fallahnejad, Simon Fischer, Silas Göttle, Lucia Hawes, Linus Hense, Paul Hermanutz, Hendrik Hoffahrt, Leni Hoffmann, Malek Hussein, Jihea Jeong, Nina Keck, Felix Kellermann, Ida Kuczewski, Lin Yulong, Becci Nitsch, Emman Rumpf, Nicole Schwabenland, Fabien Stark, Wang Yangning, Wu Wenxi, Lea Zefferer.


Klasse Doll: 675 KM

galerie burster berlin & karlsruhe

Mit Nouri Almashhour,  Linus Beckmann, Matthias Gmeiner,  Hyejin Ha, Ivana Heckmanns, Josephine Rothäuser, Clara Vivian Stang, Mara Olschowka, Wei Xia, Svenja Zewe

Berlin:
17. Oktober – 23. November 2024
Eröffnung:
Donnerstag, 17. Oktober 2024, ab 18 Uhr

Karlsruhe:
31. Oktober – 30. November 2024
Eröffnung:
Donnerstag, 31. Oktober 2024, ab 18 Uhr

In der Gruppenausstellung 675 KM werden zehn junge künstlerische Positionen aus der Klasse von Prof. Valérie Favre (Universität der Künste Berlin) und aus der Klasse von Prof. Tatjana Doll (Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe) präsentiert. Die Ausstellung eröffnet an beiden Standorten der galerie burster – in Berlin und in Karlsruhe.

Zwischen dem Hauptgebäude der Universität der Künste in Berlin und der Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe liegen 675 Kilometer. Für die bevorstehende Ausstellung überwinden Kunstwerke und die beteiligten Künstler:innen diese Distanz und schaffen eine Verbindung zwischen zwei bedeutenden Standorten kreativen Schaffens.

Die Jungen Künstler*innen veranschaulichen mit ihren unterschiedlichen künstlerischen Ansätzen in verschiedenen Formaten, mit Öl-, Acryl- oder Aquarellfarben, wie sich visuell ästhetische und thematische Zusammenhänge in der Kunst immer wieder neu ergeben - auch über eine geografische Distanz von 675 Kilometern hinweg.


Klasse Ostrowski: BANDS

Ausstellung bei Braunsfelder in Köln.

Mit: Theresa Abele, Flora Fritz, Fiene Hauck, Matthias Holznagel, Konrad Jurko, Liz Therese Kölbl, Jae Yong Lee, Sojeong Moon, Elli Noëlle, Christoph Nuber, Nicolas Patzer, Antonella Rottler, Lukas Ruster, Aiko Stratmann, Mia Trautmann und Adrian Wußler.

28. August bis 26. Oktober 2024
Eröffnung: 26. August 17:00-20:00 Uhr.

Braunsfelder
Geisselstrasse 84 - 86
50823 Köln
www.braunsfelder.com

Besprechung in Monopol
2024
BRAUNSFELDER (Verlag)
978-3-947839-26-1 (ISBN)

Der Katalog zur Ausstellung ist bei Braunsfelder erschienen.

BANDS - Klasse David Ostrowski, Kunstakademie Karlsruhe
Theresa Abele, Flora Fritz, Fiene Hauck, Matthias Holznagel, Konrad Jurko, Liz Thérèse Kölbl, Jae Yong Lee, Sojeong Moon, Elli Noëlle, Christoph Nuber, Nicolas Patzer, Antonella Rottler, Lukas Ruster, Aiko Stratmann, Mia Trautmann, Adrian Wußler (Ausstellungskatalog)
Buch | Softcover
212 Seiten


Klasse Lindena: Um den Durchgang

Klasse Lindena präsentiert sich für einen Tag im Rückgebäude

mit Master-Ausstellung von Sabrina Weißinger

Mit dabei: Batchelor, Bauer, Beierle, Brückel, Demirbas, Erschig, Garin, Grimm, Gruszeninks, Jacob, Knapp, Mao, Menz, Neuscheler, Reiter, Schönthal, Schück und Weißinger

Nur am Mittwoch, 10. Juli 2024, 19:00 Uhr

Raum 301, 302 & 304
Rückgebäude
Kunstakademie Karlsruhe
Reinhold-Frank-Straße 83
76133 Karlsruhe


Klasse von Hellermann: The Lazy Dog Jumps over The Quick Bown Fox

Ausstellung im Ladengeschäft Waldstraße 46

Die Klasse von Prof. Sophie von Hellermann nutzte einen Laden-Leerstand in der attraktiven südlichen Waldstraße für eine Klassenausstellung vom 9. bis 14. Juli 2024.

Mit dabei sind: Zora Abedini, Theresa Allmendinger, Annika Audu, Amira Baloui, Jule Bode, Julia Firmbach, Lea Göhringer, Mareike Groß, Sophie Heukemes, Catalena Janitz, Rafael Jörger, Hyo Jun Jung, HanGyol Kim, Alexa Korossy-Julius, Ivana L`achová, Arthur Liebmann, Xenia März, Pauline Meyer, Ella, David Muth, Mandarina Öge, Elisa Rungger, Angelika Sabelfeld, Henrik Schmitz, Hannes Wellfonder und Heejung Yun.


Klasse Bock: Fixing Everything

Galerie Ebensperger
Fichtebunker, Berlin

Studierende und Ehemalige der Klasse von Prof. John Bock bespielten vom 29. Juni bis 26. Juli den Berliner Fichtebunker.

Mit: Arash Abramians, Kian Bartels, Cobalt, Luca Cottier, Markus Frimel, 
Nick Herrmann, Izak Hochuli, Thomas Hora, Michèle Janata, Raeyoung Kim, Julla Kroner, Felicitas Kunisch, Paul F. Millet, Philip Nürnberger, Katharina Anna-Josefine Rausch, Anna Schwehr, Sophia Seidler, Marco Spitz, Lutz Tausend, Teresa Welte, Max B. Werner und Carlotta Sophia Josepha Wirtl.


Klasse Buch: FEBREEZE (unadorned)

Ausstellung bei Luis Leu

Die Klasse von Prof. Kristina Buch organiserte vom 25. Mai bis 1. Juni eine Ausstellung im Kunstraum Luis Leu in der Karlsruher Südstadt.

Mit dabei waren: Alessa Bürgermeister, Maria Butt, Elias Christl, Jonathan Dölger, Emma Dotti, Lux Hasselböck, Yeunju Kim, Felicitas Klute, Lina Kolb, Lucia Mattes, Nickolas McPhail, Malte Römer, Marla Schäfer, Holly Smith, Lara Lotta Spangenberg und Camilla Wondrak.


Klasse van Eeden: BLOOM

Ausstellung in der Galerie Maurits van de Laar in Den Haag

Mit dabei: Lily Arnold, Carolin Bäcker, Marita Dörr, Fernanda Duran-Eichlinger, Lara Ellis, Nina Marie Ernst, Julia Frey, Johanna Fritsch, Sara Kim Haese, Grischa Kaczmarek, Marlene Kuppinger, Thomas Morgan, Johanna Pohle, Patricia Popp, Lillian Estelle Priester, Christian Rupp, Rahel Schnell, Evelyn Volk, Lilly Walter, Anna Zimante & Marcel Van Eeden.

Abbildung von Marlene Kuppinger »Worldbuilding« 2024

 

 


Klasse Bock: balmy breeze

Die Bildhauerklasse zeigte am Mittwoch, 24. April, Arbeiten im Bildhauergarten der Akademie.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Klasse Doll: 28$

Serielles Umstapeln auf der art KARLSRUHE 2024 und Ausstellung zum Semesterstart 2024

Anlass für dieses Projekt der Klasse von Prof. Tatjana Doll war die Gestaltung des Auftritts der Kunstakademie Karlsruhe bei der art Karlsruhe 2024. Die Studierenden entwickelten für den 21 qm großen Stand ein Konzept, das allen 28 Studierenden ermöglichte, bei der Kunstmesse dabei zu sein.

Auf 2x3 m großen Leinwänden fertigte jeder Studierende eine künstlerische Arbeit an. „28$ - 28 Dollars“ überschrieben die Studierenden ihr Projekt und knüpften damit an ihren Klassennamen – Klasse Doll – an. Schon der Entstehungsprozess gestaltete sich als Herausforderung, da die Größe der Studierendenateliers in der Akademie häufig nicht ausreichte. Man wich auf die Empore aus. Somit wurden alle Studierenden der Akademie, die Lehrenden und Mitarbeitenden zu Zeugen eines eindrucksvollen malerischen Entstehungsprozesses. Beim Aufbau in der Messe Karlsruhe wurde der Stand mit Verstrebungen so vorbereitet, so dass in den Ecken die Arbeiten hochkant gestapelt werden konnten und mit den Standwänden nach oben abschlossen. Während des fünftägigen Ausstellungsbetriebs wurden in Form einer permanenten Performance, die die Klasse als „serielles Umstapeln“ bezeichnete, die Werke von Studierenden immer wieder von einer Seite auf die andere getragen. Das Publikum hatte somit die Gelegenheit, beim Verweilen alle 28 Werke einzeln zu betrachten. Durch die pausenlose Aktion zog der Auftritt der Akademie das Publikum an. Für die Außenwirkung der Hochschule was „28$“ ein riesiger Erfolg.

Die Performance auf der Messe stellte jedoch nur die Preview auf ein Ausstellungsereignis in der Akademie selbst dar. Alle großformatigen Werke werden vom 17. bis 20. April im Lichthof des Vordergebäudes gezeigt, und das in einer eindrucksvollen Installation. Die Eröffnung der Ausstellung ist am Dienstag, 16. April, um 19:30 Uhr im Lichthof des Vordergebäudes, im Anschluss an die Semestereröffnung mit dem Antrittsvortrag von Prorektor Prof. Dr. Fabian Goppelsröder. Vom 17. bis 20. April ist die Schau zugänglich.

Zur Ausstellung "28$"


Klasse Ackermann: Small works that traveled a long distance

Die Klasse von Prof. Franz Ackermann zeigte vom 4. bis 9. April 2024 "kleine Arbeiten" in der Kunsthochschule in Athen.

Mit dabei sind: Jakob Augustin, Laurene Bartels, Anna-Maria Brinkmann, Katharina Büttgen, Jannis Burkhardt, Sabrina  El-Hadj, Melike Gomleksiz, Lina Harer, Tim Hahn, Judith Kaminski, Bokyoung Lee, Fabian Lutz, Wei-Min Paoli, Maria -Christina Tsavalia, Felix Wagner, Changxiao Wang und Vitaly Zagvenyev.