Spektrum psychischer Erkrankungen

Psychische Erkrankungen umfassen ein breites Spektrum, das von mildem Leiden bis zu schweren Störungen reicht und sich auf Denken, Verhalten und Emotionen auswirkt. Zu den gängigsten Kategorien gehören Angst- und Zwangsstörungen, depressive und bipolare Störungen, psychotische Störungen wie Schizophrenie sowie Persönlichkeits-, Ess- und Traumafolgestörungen. Auch Störungen, die sich in körperlichen Beschwerden äußern, wie somatoforme Störungen, gehören zu diesem Spektrum.

 


 

Wie geht man mit psychischen Erkrankungen um?

Ein respektvoller und unterstützender Umgang mit psychisch kranken Menschen erfordert Empathie, Geduld und das Anbieten von Hilfe, ohne der Person zu nahe zu treten.

Eigene Grenzen zu kennen und bei Notfällen den Notruf 112 zu wählen oder professionelle Hilfe zu holen, ist wichtig.

 

Führen Sie Gespräche, nehmen Sie die Äußerungen ernst, aber versuchen Sie nicht, Wahnvorstellungen zu zerreden. Signalisieren Sie Verständnis für die Gefühle und die Situation.

Versuchen Sie, die Situation nicht durch schnelle oder hektische Bewegungen zu verschlimmern. Kündigen Sie Ihre Handlungen an und bitten Sie um Erlaubnis, wenn Sie beispielsweise Angehörige anrufen wollen. Zeigen Sie ruhig, aber entschieden, welche Konsequenzen sein Handeln hat. Helfen Sie der Person, sich professionelle Hilfe zu suchen. Rufen Sie bei Selbst- oder Fremdgefährdung den Notruf (112).

Informieren Sie sich: Wenden Sie sich an Beratungsstellen oder die Telefonseelsorge (0800 111 0 111 / 0800 111 0 222). Beratung

Der Bundesverband der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen (BApK) https://www.bapk.de bietet für nahestehende Personen Selbsthilfegruppen und telefonische Beratung an. Denken Sie an Ihre eigene Sicherheit und holen Sie sich bei Bedarf professionelle Hilfe

 


 

Krisen – Drohende Suizidgefahr

Suizidgedanken und -impulse sind ein häufiges Symptom im Spektrum der psychischen Erkrankungen und machen die Krankheit oft lebensbedrohlich. Menschen, die an Depression leiden, verlieren oft jede Hoffnung auf Besserung und empfinden ihr Leid als unerträglich. Aus diesem Grund kann der Wunsch entstehen, nicht mehr leben zu wollen.

 


 

Was tun?

Wenn Sie selbst an Suizid denken oder Menschen kennen, die gefährdet sein könnten, sollten Sie umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Wenn Sie sich in einer akuten Krise befinden, können Sie sich rund um die Uhr an die nächste psychiatrische Klinik wenden oder den Notruf unter 112 wählen.

 


 

Was kann die Akademie tun?

Die Kunstakademie verfügt über ein Krisenteam, das eng an das Rektorat angebunden ist. In solchen Ernstfällen und Krisen – dazu gehören auch Unfälle, Brand, Amoklauf u.ä, - folgt das Handeln nach einem mit Fachleuten ausgearbeiteten Plan. Dieser ist allen Mitgliedern der Akademie zugänglich - auch hinterlegt in den Ateliers.

Zur Nachsorge und psychologischen Aufarbeitung setzt sich die Akademie ein und vermittelt Expert*innen.