Professionalisation


Portfolio-Design

Gestaltung eines Künstler*innen-Portfolios mit Lukas Schönthal

23./24.10.2025, 14:00 Uhr (je nach Größe und Bedarf der Gruppe 4 bis 6 Stunden)

12./13.2.2026 , 14:00 Uhr (je nach Größe und Bedarf der Gruppe 4 bis 6 Stunden)

Es handelt sich um zwei Kurse, die nicht aufeinander aufbauen. Das bedeutet, dass es zwei unterschiedliche Teilnehmer*innen-Gruppen für die jeweiligen zwei Tage gibt - eine im Oktober, eine im Februar.

Verwaltungsgebäude, Raum 307

Zu beachten ist, dass das Seminar eher für Studierende in höheren Semestern (ab Semester 5) geeignet ist, da eine gewisse Arbeitspraxis sowie die damit verbundenen Werke bereits vorhanden sein sollten.

Das digitale Portfolio in Form eines PDF-Dokuments, aber auch das analoge Gegenstück als gedrucktes Exemplar, ist das visuelle Aushängeschild der meisten Künstler*innen. Insbesondere für diejenigen Positionen, die noch keine große Sichtbarkeit in der Kunstwelt erlangt haben, ist dieses Werkzeug unverzichtbar. Das gilt auch für die Studierenden der Kunstakademie Karlsruhe. Ein Portfolio dient dazu, die eigene künstlerische Praxis vorzustellen. Ziel ist es, visuell aufzubereiten, was die eigene künstlerische Sprache auszeichnet und was man bereits geschaffen hat. Auf wenigen Seiten soll ein prägnanter Eindruck vermittelt werden, wofür die künstlerische Position steht.

Anschließend kann das Portfolio für Bewerbungen auf Ausstellungsbeteiligungen, Preise, Stipendien oder Residenzen verwendet werden. Auch Anfragen von potenziellen Käufer*innen oder Galerien können damit bedient werden. Es ist hilfreich, wenn ein professionell gestaltetes Portfolio bereits zur Verfügung steht, sodass man zeitnah reagieren kann. Beginnt man mit der Erstellung erst dann, wenn Anfragen eintreffen oder Bewerbungen anstehen, könnte es bereits zu spät sein. Zudem ist ein solches Portfolio niemals „fertig“, sondern wird laufend aktualisiert: Neue Inhalte werden hinzugefügt, andere entfernt. Es erweist sich daher als enorm hilfreich, eine solide Basis zu haben, auf der man aufbauen kann.

Zuletzt dient das Portfolio auch als Werkzeug zur Selbstreflexion. Es bietet die Möglichkeit, zusammenzufassen, was man bisher er­schaffen hat, und bewusst zu entscheiden, was wichtig und was eher unwichtig ist. Kill your darlings! Es gilt, sich von liebgewonne­nen, aber vielleicht weniger relevanten Arbeiten zu trennen, um die eigene künstlerische Position klar und fokussiert darzustellen.

Um dem eigenen Portfolio einen professionellen Look zu verleihen, gilt es, einige grafisch-handwerkliche Regeln zu beachten. Fragen zur Typografie – wie beispielsweise die Wahl der Schriftart und -größe –, aber auch zur Seitenabfolge, zum inhaltlichen Umfang, zum Deckblatt, zu Formatgröße bzw. -verhältnis und Ausrichtung sowie zur Komposition von Bild und Text sollen in diesem Seminar behandelt werden. Besonders wichtig ist die Sensibilisierung für hochwertige Reproduktionsfotos und Ausstellungsansichten.

Das Seminar ist als offene „Beratungsstelle“ konzipiert. Das bedeutet, die Studierenden bringen ihre bereits gestalteten Portfolios mit, und wir analysieren diese in einer offenen Runde – natürlich mit meiner Unterstützung als gelernter Grafikdesigner. Gemeinsam benennen wir, was bereits gut funktioniert, und diskutieren, was noch verbessert werden kann. Dieses Vorgehen hat sich in der Vergangenheit bewährt, da viele Augen mehr sehen als wenige. Zudem ist man für das eigene Portfolio oft „betriebsblind“, sodass externe Meinungen sehr hilfreich sein können. Anmeldung per Mail bei Ilona Günthner


Künstler*innen-Beratung für Studierende und Alumni

mit Antonia Marten Kulturwissenschaftlerin und Co-Leiterin des Kunstbüros der Kunststiftung Baden-Württemberg

am Freitag, 07.11. und 12.12.2025, sowie am Freitag, 16.01. und 07.02.2026, jeweils zwischen 10:00 und 13:00 Uhr
Seminarraum 305 Schönleber Villa

In der 45-minütigen Einzelberatung (auch als Duo oder Gruppe möglich) können konkrete Fragen zur beruflichen Selbständigkeit als Künstler:in sowie allgemeinere Fragen zur Funktionsweise des Kunstfeldes behandelt werden. Themen können u. a. Fördermöglichkeiten, das Verfassen von Projektanträgen und Erstellen von Kosten- und Finanzierungsplänen, die Bewerbung für Stipendien, das Verfassen von Artist Statements sowie die professionelle Präsentation und Dokumentation der eigenen künstlerischen Arbeit im Portfolio, auf der Website oder via Instagram sein.

Antonia Marten studierte Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis an der Universität Hildesheim. Seit 2018 leitet sie gemeinsam mit Regina Fasshauer das Kunstbüro der Kunststiftung Baden-Württemberg in Stuttgart, welches Künstler*innen in Baden-Württemberg insbesondere am Beginn ihrer Laufbahn beim Aufbau ihrer künstlerischen Selbständigkeit sowie der Positionierung ihrer Arbeit im Kunstfeld unterstützt. Vorherige Stationen waren das ZKM Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe, wo sie als Kuratorin und Projektleiterin an zahlreichen Ausstellungsprojekten beteiligt war, die HMDK Stuttgart, hier insbesondere der interdisziplinär ausgerichtete Campus Gegenwart sowie freie Tätigkeiten im Rahmen von Kunst-, Theorie- und Vermittlungsprojekten in Berlin, Weimar und Karlsruhe.


Kunst im Außenraum – Nieheimer Kunstpfad

mit Nina Laaf

Das Seminar Kunst im Außenraum – Nieheimer Kunstpfadgeht in die 2te Runde. Der Nieheimer Kunstpfad ermöglicht die Ausstellung einer Skulptur/Installation/künstlerischen Intervention für die Dauer von sechs Monaten.

Hier findet ihr mehr Infos zum Kunstpfad

https://www.instagram.com/nieheimer_kunstpfad/

https://nieheimer-kunstpfad.de/

Kurz zu meiner Person, mein Name ist Nina Laaf, ich habe 2017 meinen Abschluss an der Kunstakademie in Karlsruhe gemacht und bin seitdem als freischaffende Künstlerin tätig.

Ausgehend von einer Wettbewerbssituation behandeln wir während des Seminars folgende Inhalte:

  • Einführung Ende (genauer Termin wird noch bekannt gegeben)
  • Exkursion zum Nieheimer Kunstpfad (Mitte/Ende November)
  • Besprechungen zu den Themen Entwurf, Bedingungen im Außenraum, Modell, Kostenplanung, Motivationsschreiben
  • Besprechung der Entwürfe

Am Ende des Seminars (Anfang Februar 2026) entscheidet eine Jury darüber, welches Projekt umgesetzt wird.

Die Anzahl der Teilnehmer*innen liegt bei 8, also sichert euch schnell einen Platz und meldet euch gerne bei mir per Mail bei Nina Laaf