Philosophie der Stimme
Vorlesung Prof. Dr. Fabian Goppelsröder
Vortragssaal Vordergebäude
Donnerstag 14:00 – 15:30 Uhr
Beginn: 16. Oktober 2025
Studiengang: offen für alle interessierten Studierende
Als ephemeres Phänomen ist die Stimme schwer zu fassen. Nicht zufällig wird sie in den wirkmächtigsten Sprachphilosophien der letzten hundert Jahre tendenziell vernachlässigt. Dagegen hat sich seit knapp zwei Jahrzehnten ein Diskurs formiert, der die Stimme als relevanten (sprach-)philosophischen Gegenstand zu rehabilitieren sucht. Und es wurde deutlich: So marginal, wie man hat meinen können, ist die Stimme nie gewesen. Gerade ihre Ungreifbarkeit machte sie zum Faszinosum. Als eine Art Signum des Humanen galt sie zudem als ein Kriterium zur Differenzierung von Mensch und Tier wie sie heute als Bollwerk gegen den radikalen Posthumanismus ins Feld geführt wird. Maschinen haben keine Stimme. Oder doch? Diesen und anderen Fragen geht die Vorlesung nach und wird die Stimme dabei besonders in ihrer Bedeutung für ein ästhetisch geprägtes Verständnis von Sprache und Kommunikation analysieren.
Anmeldung bitte bis 16.10. bei Izak Hochuli
Kritik: Ästhetische Epistemologie. Zur Theorie wissenschaftlicher und künstlerischer Forschung
CERN-Kooperationsseminar: Prof. Dr. Fabian Goppelsröder
Seminarraum Villa Schönleber, R308
Dienstag 12:00– 13:30 Uhr
Beginn: 14. Oktober 2025
Studiengang: offen für alle interessierten Studierende
Epistemologie, die ‚Lehre von der Erkenntnis‘ oder ‚Erkenntnistheorie‘, beschäftigt sich mit den Bedingungen begründeten Wissens bzw. mit der Möglichkeit von Erkenntnis überhaupt. Beides wird – in der westlichen Kultur – mit der Wissenschaft als klar definierter Wissenspraxis verbunden. Dieser Tradition steht die Vorstellung einer ästhetischen Epistemologie entgegen. Zugleich hat die Idee, dass sinnliche Wahrnehmung (griechisch: aisthesis) ihr ganz eigenes Wissen in sich trägt und transportiert, in den Diskussionen über Artistic Research und Künstlerische Forschung gerade in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Im Seminar sollen wichtige Positionen aus der Wissenschaftstheorie mit jenen zu einer ästhetischen Epistemologie in Verbindung gebracht und diskutiert werden. Ziel ist ein Verständnis sowohl für die Unterschiede wie für die Komplementarität dieser unterschiedlichen Formen von Welterschließung zu gewinnen.
Anmeldung bitte bis 14.10. bei Izak Hochuli
Auslese: Jens Balzer "Ethik der Appropriation" und "After Woke"
Seminar Prof. Dr. Fabian Goppelsröder
Seminarraum Villa Schönleber, R308
Donnerstag 16:00 – 17:30 Uhr
Beginn: 16. Oktober 2025
Offen für alle interessierten Studierende und nicht Studierende der Akademie
Jens Balzer war Popredakteur und Feuilletonchef der Berliner Zeitung, arbeitet für Die Zeit, den Rolling Stone, den Deutschlandfunk und Radio Eins. Als Sachbuchautor hat er neben Zeitbildern der 1980er und 1990er Jahre zuletzt zwei streitbare Essays vorgelegt: „Ethik der Appropriation“ (2022) und „After Woke“ (2024). Beschäftigt sich ersterer vor allem mit der Frage, was ‚richtige’, Diversität ‚feiernde’ Appropriation sein könnte, diskutiert „After Woke“ die Reaktion der liberalen Linken auf die Ereignisse des 7. Oktober in Israel. In beiden Fällen sucht Balzer sehr deutlich Position zu beziehen ohne in simplifizierendes schwarz-weiß-Denken zu rutschen. Im Seminar sollen diese Argumente vor dem Hintergrund der eigenen Erfahrungen und Überlegungen analysiert und besprochen werden.
Anmeldung bitte bis 16.10. bei Izak Hochuli
Kolloquium
mit Prof. Dr. Carolin Meister und Prof. Dr. Fabian Goppelsröder
Steinwerkstatt im Bildhauergarten
Donnerstag 18:00 – 21:00 Uhr, 14-tägig
Beginn: 16. Oktober 2025
Das Kolloquium ist für alle Studierenden offen und insbesondere auch als Chance für erste Gespräche über Projektideen, Methodenfragen oder Aspekte eines größeren Vorhabens zu verstehen.
Das zweiwöchentlich stattfindende, Abendkolloquium soll eine Plattform zur Präsentation und Diskussion eigener Themen, Lektüren und Projekte sein und die Möglichkeit bieten, sich klassenübergreifend auszutauschen und die künstlerische eigene Arbeit als Gewebe aus Theorie und Praxis zu reflektieren. Zur Vertiefung wird es jenseits der Projektvorstellungen Lektüresitzungen, Textbesprechungen und ergänzende (Gast-)Vorträge geben.