Intermedial Design (IMG)


Beauty Studies (Position beziehen in der eigenen künstlerischen Praxis)

Seminar Prof. Julia Müller

Erstes Treffen: Donnerstag, 22. Oktober 2026, 10:00 – 12:00 Uhr, Räume 009/010 Untergeschoss Schönleber Villa
Ansonsten Treffen nach Absprachel, Einladung erfolgt per E-Mail
An verschiedenen Orten in und ausserhalb der Akademie, Online

Studiengang Bachelor of Fine Arts Bildende Kunst/ Intermediales Gestalten: Modul BA 2 IMG, Projekt I . Projekt I ist eine Pflichtveranstaltung für Studierende des Verbreiterungsfachs Intermediales Gestalten (IMG).

Schönheit war noch nie neutral: Sie normiert Körper, dient Macht und wird zugleich seit Jahrzehnten von Künstlerinnen und Künstlern als Werkzeug der Selbstbehauptung
zurückerobert. Wer sich in der eigenen künstlerischen Arbeit ernsthaft mit Schönheit auseinandersetzt, kommt an der Frage nach der eigenen Position nicht vorbei.
Anhand von Werkbesprechungen und Ausstellungsbesuchen untersuchen wir: Sehe ich mich in einer Tradition, oder stehe ich bewusst außerhalb? Arbeite ich mich an
Referenzen ab – und wenn ja, an welchen? Gibt es Vorbilder, denen ich mich verpflichtet fühle, oder von denen ich mich bewusst abgrenze? Wie zeigt sich das in der eigenen Bildsprache, in Materialwahl, in Entscheidungen, die ich im Atelier treffe? Im Zentrum steht dabei die vielleicht unbequemste Frage: Bedeutet mir Schönheit in der eigenen Arbeit überhaupt etwas, oder ist sie mir fremd, verdächtig, gleichgültig?

Im Wintersemester treffen wir uns blockseminarartig nach Absprache. Im Oktober 2027 planen wir ein gemeinsames Projekt ausserhalb der Kunstakademie.

18 ETCS, benotet


Zu einer Kunstgeschichte der Architektur

Seminar Prof. Dr. Rainer Metzger

Dienstag, 10.00 – 12.15 Uhr
Vordergebäude, Vortragssaal
Beginn 13. Oktober 2026

Das Seminar wendet sich an Studierende des Zweitfaches Intermediales Gestalten (BA IMG 4) mit dem obligatorischen Semester-Schwerpunkt Architektur. Interessierte aus anderen Klassen und Kontexten sind selbstverständlich willkommen.

Dieses Seminar war in den Wintersemestern bisher so konzipiert, dass es in den Wochen bis zu den Weihnachtsferien stattfand. Auch das ändert sich jetzt, und das Seminar zieht sich das gesamte Wintersemester hin. Die Architektur ist schließlich ein ganz weites Feld, und eine Kunstgeschichte der Architektur wird an der Kunstakademie Karlsruhe nicht sehr weiträumig betrieben. Viel zu sagen gibt es dazu allemal.

Anmeldungen bitte per Mail an rainer.metzger(ät)kunstakademie-karlsruhe.de


Filmseminar: Camp

Seminar Prof. Dr. Carolin Meister

Mittwochs 15.30-17:00 Uhr
Seminarraum 212, Verwaltungsgebäude
Beginn 14. Oktober 2026

Das Seminar richtet sich an alle interessierten Studierenden, sowie an Studierende von IMG (Modul BA IMG 4, Modul MA IMG 2).

Als Vorliebe für Künstlichkeit, für Übertreibung und die sentimentale Wiederaufnahme veralteter Stilmittel lanciert Susan Sontag 1964 mit Camp ein ästhetisches Konzept, das bis heute diskutiert wird. Auch gewisse Filme zählen in ihrem berühmten Essay „Notes on ‚Camp‘“ zu den Beispielen einer campy sensibility. Camp hat seitdem zahlreiche Neulektüren erfahren, wurde etwa als ironische Kolonialisierung des Mainstreams, als sozialer Code queerer Minderheiten oder als antikapitalistischer Materialismus gelesen. Im Seminar beschäftigen wir uns mit Facetten des Camp Begriffs anhand einschlägiger Texte und Filme. Neben den Lektüren wird es eine kleine Filmreihe in der Kinemathek geben, in der wir gemeinsam mit Prof. Ulla von Brandenburg eine Auswahl von campy Filmen anschauen (insgesamt vier Termine abweichend von der Seminarzeit jeweils donnerstags um 18 Uhr).

Als Leistungsnachweis können entweder kurze Videoessays angefertigt werden oder Kommentare zu den gemeinsamen Filmscreenings bzw. Lektüren.


Die Stadt als Partitur - szenisch-performatives Experimentieren im öffentlichen Raum

Seminar Helen Peyton (M.A.)

Montags 12:00-16:00 Uhr
Seminarraum 207 Villa Schönleber
Beginn: 19. Oktober 2026

Modul IMG MA 03 Kunstdidaktik/Modul MA 04 Kunstdidaktik/Modul BA 09 Kunstdidaktik
Studierende im Studiengang Master of Education Künstlerisches Lehramt: Modul MA IMG 3 sowie als Projektseminar Kunstdidaktik Master (6 bzw. 3 ECTS. Eine Mastervorzugsleistung ist nur in der Variante mit 3 ECTS möglich.)
Studierende ab dem 4. Semester im Studiengang Bachelor of Fine Arts Künstlerisches Lehramt: Modul BA 9, Projektseminar Kunstdidaktik Bachelor (4 ECTS)
Studierende im Studiengang Diplom Freie Kunst

Im Seminar stehen das Kennenlernen, Erproben und Experimentieren mit szenisch-theatralen und performativen Mitteln im öffentlichen Raum im Fokus. Ausgewählte Orte der Stadt werden dabei als künstlerische und gesellschaftliche Erfahrungsräume erfahrbar, die den Ausgangspunkt für eine forschende Auseinandersetzung mit Raum, Zeit, Körper und Bewegung sowie Stimme und Sprache bilden.
Dabei ergeben sich Fragestellungen zu Teilhabe, Sichtbarkeit, Raumaneignung, Machtverhältnissen und sozialen Dynamiken, die in die performative Praxis einfließen und den künstlerischen Prozess prägen.

Wir beschäftigen uns mit zeitgenössischen Theater- und Performanceformen, die unseren Prozess fortlaufend beeinflussen. Aus dieser Vielfalt erproben wir bestehende Strategien und entwickeln eigene Ansätze, die in individuelle künstlerische Arbeiten an einem öffentlichen münden. Zum Abschluss reflektieren wir die künstlerisch- pädagogische Arbeit hinsichtlich ihrer Anwendbarkeit und Relevanz für die Schule.

Ein Besuch einer Aufführung und ein anschließender Austausch ist Teil des Seminars.

Anmeldung bitte bis 11. 10. 2026 per Mail an Helen Peyton

7 bzw. 6/3 ECTS, benotet (MA)

4 ECTS, benotet (BA)


Performance als PROTEST als Performance

Blockseminar Helen Peyton (M.A.)

Dienstag 17:00 bis 18:30 Uhr / 14-tägig
Seminarraum 305 / Villa Schönleber
Beginn: Dienstag 13. Oktober 2026

Wie kann Kunst gesellschaftliche Verhältnisse sichtbar machen, 
irritieren und verändern? Und was passiert, wenn Protest selbst zur 
performativen und ästhetischen Praxis wird?

Das Seminar beschäftigt sich mit künstlerischem Aktivismus an der 
Schnittstelle von Kunst und Gesellschaft. Im Zentrum stehen 
künstlerische Arbeiten und theoretische Positionen zu Öffentlichkeit, 
Teilhabe, Macht, Protest und gesellschaftlichem Wandel. Wir untersuchen 
dabei unterschiedliche Formen des Protests und Widerstands – etwa 
Interventionen im öffentlichen Raum, den Einsatz von Körper und Stimme 
sowie Strategien von Sichtbarkeit, Störung und Aneignung.

Dabei werden wir Theorie nicht nur lesen und diskutieren, sondern auch 
körperlich, räumlich und sinnlich erproben. Wir untersuchen, wie sich 
theoretische Begriffe in performative Situationen übersetzen lassen und 
welche Erkenntnisse entstehen, wenn wir gesellschaftliche Phänomene 
nicht nur analysieren, sondern selbst ästhetisch erforschen.

Der Schwerpunkt des Seminars liegt auf der theoretischen 
Auseinandersetzung mit Protest-Performances als gesellschaftliche und 
politische Praxis. Diese wird mit künstlerischer Forschung und 
praktischen Erkundungen verbunden. Zugleich geht es darum, wie sich 
künstlerische und performative Verfahren für Bildungs- und 
Vermittlungskontexte nutzbar machen lassen.

Anmeldung unter info(ät)kunstakademie-karlsruhe.de


Von der Gegenwart aus – 30 Positionen zeitgenössischer Kunst

Seminar Dr. Thomas Schlereth

Erster Termin: Freitag, 16.10.2026, 14:00 – 15:30 Uhr
Folgetermine: je Samstag, 14.11.2026; 12.12.2026, 16.01.2027, 13.02.2027; je 10:00 – 13:00 Uhr und 14:30 – 17:00 Uhr
Seminarraum 305 Villa Schönleber

MA IMG 3, Projektseminar Kunstdidaktik Master III. Die Veranstaltung steht allen Studierenden offen.

Welche Künstler*innen kommen in Frage, wenn es darum geht, für einen Begriff von zeitgenössischer Kunst einzustehen? Welche Positionen, welche Arbeiten dürfen keinesfalls fehlen? Wo ist man auf sie aufmerksam geworden, wo hat man sie gesehen und besser kennengelernt? Und was erweist sich – aus welchen Gründen – nach genauerer Auseinandersetzung dann doch als austauschbar? Wie verändern sich diese Fragen schließlich mit wechselndem Publikum – von bildungsbeflissenen Kunstinteressierten auf der einen Seite bis zu marginalisierten Personen ohne nennenswerte Berührungspunkte mit Kunst auf der anderen Seite? Im Rahmen des Seminars wird jede Teilnehmer*in an einer eigenen Auswahl arbeiten und diese immer wieder zur Diskussion stellen.

Anmeldung bitte per Mail an Dr. Thomas Schlereth


Titelbilder Bildtitel

Vorlesung Prof. Axel Heil

Dienstag 14:00–15:3o Uhr
Vortragssaal
Beginn: 20. Oktober 2026

Für Lehramt / IMG Studierende

Finden Künstlerinnen und Künstler Titel nachdem sie ihre Bilder gemalt haben, drängen sie sich auf, speisen sie sich aus einem geheimen Reservoir oder sind sie Anspielungen auf Erlebtes oder Empfundenes? Wie entwickelt sich der Titel im 20. Jahrhundert von der vagen Beschreibung eines Motivs zur eigenständigen Begleiterscheinung und wichtigen „Selbstaussage“ für Rezeption und Diskurs.

Mit Beispielen von:

Edouard Manet, Gauguin, Maurice Denis, Picasso, Max Ernst, Dorothea Tanning, Bacon, Meret Oppenheim, Maria Lassnig, Kippenberger, Christof Kohlhofer, Palermo, Cindy Sherman, Louise Bourgeois, Franz Ackermann und Pippilotti Rist

18 ECTS für IMG-Studierende 


Investigation Books

Seminar Lennart Krauß MA

Dienstag 6.10.2026 bis Donnerstag 8.10.2026, jeweils 9:00 -17:00 Uhr
Ort: Seminarraum Villa Schönleber, R305
Erster Termin: 28. September 2026, 10:00 -12:00 Uhr (online)

Das Seminar richtet sich an Studierende im Studiengang Intermediales Gestalten und ist darüber hinaus für alle interessierten Studierenden geöffnet. Studiengang Bachelor of Fine Arts Intermediales Gestalten: Modul BA 5, Seminar Kunstdidaktik IMG I: Raum (3 ECTS),

Das Forschungstagebuch als Erkenntnismethode kann auf eine lange Praxisgeschichte in wissenschaftlichen und künstlerischen Kontexten zurückblicken. Als Werkzeug in der Lehramtsausbildung erlebt es erst in den letzten Jahren vermehrt Beachtung. So wird mittlerweile das Portfolio als Lerndokumentation in Schule und Hochschule anerkannt, im Rahmen des Schulpraxissemesters ein dokumentiertes „Lernforschungsprojekt“ eingefordert und auch die Ästhetische Forschung (Helga Kämpf-Jansen) nutzt Projekttagebücher als Präsentationsform. Das Führen eines Tagebuchs erhebt dabei den Anspruch einer Sichtbarmachung von ästhetischen (Bildungs-)Erfahrungen. Zwischen den einzelnen Schritten eines anfänglichen Forschungsdesigns ermöglicht es eine reflexive Distanz, die folgenreich für den weiteren Ablauf wird. Schließlich mündet es in eine zu findende oder gefundene Buchform, welche Erkenntnis gleichermaßen katalysiert und dokumentiert.


Das Seminar führt in verschiedene bildungsbezogene Anwendungsformen des forschenden Tagebuchs methodisch ein, diskutiert diese anhand von Praxisbeispielen und möchte Bildungsperspektiven von schulischen und individuellen Tagebuchpraxen aufzeigen.


Anmeldung per Mail bis zum 1.10.2026 an Lennart Krauß.


Labor für Bildfolgen

Künstlerbücher als kaleidoskopische Werkform, Instrument künstlerischer Forschung und Methode der praktischen Kunstvermittlung

Seminar bei Dr. Indra Quantius

Einführungstreffen: Dienstag, 13. Oktober, 10 Uhr in der Bibliothek. Für das Einführungstreffen bitte  per Mail an space(ät)indra-s.net anmelden, im Betreff bitte »Künstlerbücher IMG« angeben.

Sprechstunde immer dienstag 17:00-19:00 Uhr nach vorhericher Anmeldungh per Mail.

Verpflichtendes Lehrangebot für IMG-Studierende, offen für interessierte Studierende der Freien Kunst.

Dieses Lehrangebot richtet sich insbesondere an Lehramtsstudierende der Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe und ist offen für alle interessierten Studierenden der Freien Kunst. Ein Ziel der Veranstaltung ist, anhand von Bildfolgen bzw. Bildserien die Strukturierung künstlerischer Arbeitsprozesse zu reflektieren sowie mittels künstlerischer Mikrostudien den eigenen Arbeitsansatz systematisch zu untersuchen. Die Verfahren sind sowohl in Bezug auf künstlerische Arbeitsprozesse als auch als didaktische Werkzeuge in der Kunstvermittlung anwendbar.

Die Folgetermine begleiten die individuellen Projektideen in Form von Gruppen- und Einzelbesprechungen. Dabei werden die künstlerischen Mikrostudien erprobt und die Entwicklung der Arbeiten reflektiert. Die Besprechungstermine werden mit den Teilnehmer*innen nach der Einführungsveranstaltung vereinbart. Am Ende der Lehrveranstaltung findet eine Präsentation der entstandenen Künstlerbücher/Buchobjekte im Rahmen eines Prüfungsgesprächs gemeinsam mit Prof. Axel Heil statt.