Kunstgeschichte/Kunstwissenschaften


Zur Geschichte der Kunstakademie Karlsruhe, unter allgemeiner Berücksichtigung des Prinzips Kunstakademie in der Moderne

Vorlesung Prof. Dr. Rainer Metzger

Vortragssaal Vordergebäude
Montag 17:00 – 18:30 Uhr
Beginn: 13. April 2026

Eine Vorlesung zu unser aller Lieblingsort. Zur Geschichte und Gegenwart der Kunstakademien. 1854, mit ihrer Gründung, steigt dann auch die Kunstakademie Karlsruhe in diese Geschichte ein. Davor hatte sich schon viel getan. Da war die Akademie vielfach Institution geworden, hatte sich den Mächtigen angedient und von ihnen im Gegenzug Privilegien erhalten. Das Prestige, das nach wie vor mit Kunst verbunden ist, erklärt sich nicht zuletzt aus dem Anspruch auf Professionalität, den die Akademien erhoben. Danach, nach 1854, wird sich noch viel mehr tun. Die Akademien kämpfen gegen den Ruf des Verstaubten, des blinden Abkonterfeiens und des Opportunismus. Frauen haben sowieso erst im 20. Jahrhundert eine Chance. Da waren die Verhältnisse unter dem Druck des Politischen, aber auch der vielerlei Secessionen und Avantgarden ohnedies am Tanzen. Und heute gelten die Akademien als Horte der Freiheit.“


Dieser Text stand schon unter den Ankündigungen des letzten Semesters. Die Vorlesung ist im letzten Halbjahr gerade bis zu dem Punkt, an dem Karlsruhe einsteigt, gekommen. Von hier an soll es nun im Sommersemester mit Elan weitergehen bis in die Gegenwart. Schon im Wintersemester dabei gewesen zu sein, ist nicht nötig.

Teilnahme entsprechend für alle, die sich dafür interessieren


Kunst- und Kulturgeschichte Venedigs

Seminar Prof. Dr. Rainer Metzger

Vortragssaal Vordergebäude
Montag 18:30 – 20:00 Uhr
Beginn: 13.April 2026

Studierende im Studiengang Bachelor of Fine Arts Künstlerisches Lehramt: Modul BA 08 (5 ECTS), Studierende im Studiengang Master of Education Künstlerisches Lehramt: Modul MA 03 (4 ECTS), Studierende im Studiengang Diplom Freie Kunst

Dogenrepublik, Atlantis, Niemandsland, Insel: Ziemlich regelmäßig wurden an dieser Stelle Seminare zu Venedig angeboten, und ebenso regelmäßig gehörte eine Exkursion dazu. So auch diesmal. Das Seminar will dabei das gesamte Gemeinwesen Venedig über all die Jahrhunderte in den Blick nehmen und auch die anderen Künste, Architektur, Stadtbaukunst, Literatur, Film, erfassen. Die Faszination der Lagunenmetropole, das Splendide, der Verfall, das Einzigartige, die Vermassung, bleibt ohnedies stets im Fokus. Um die Faszination am eigenen Leib zu verspüren, ist wieder eine abschließende Exkursion geplant, und zwar im Herbst, vor Beginn des Wintersemesters, wenn es am schönsten und nicht mehr ganz so voll ist. Und Kunstbiennale ist auch, die natürlich besucht werden soll.

Für die Exkursion ist Seminarteilnahme Pflicht. Und damit die Übernahme eines Referats. Einige Themen (selbstverständlich besteht die Möglichkeit zu einem eigenen Vorschlag)

Themen:

Topografie, Geografie, Urbanistik: Besiedlung, Entwicklung, Problematik der Lage

Aufstieg: Der Heilige Markus, San Marco und Beutemachen als Erfolgsgarantie

Venedig und seine Kolonien: Griechenland, Adria, Festland (Terra Ferma)

Venedigs große Zeit um 1500: Die Paläste am Canal Grande, die Malerei der Familie Bellini, Bildhauerei der Lombardi und die übrigen Vertreter der bildenden Kunst

Venedigs große Zeit nach 1500: Giorgione, der jüngere Tizian und Giovanni Bellinis Spätwerk

Politischer Abstieg und kulturelle Kompensation: der ältere Tizian, Tintoretto, Veronese

Venedig, die Stadtbaukunst, Andrea Palladio

Die Stadt als gebauter Karneval im 18. Jahrhundert: Rokoko-Malerei, Stadtveduten, Kavaliere und Casanova, die Anfänge des Tourismus

19. Jahrhundert: Venedig als Sehnsuchtsort in Kunst und Ästhetik

Venedig und die Deutschen

Die Biennale 1: Das Prinzip Biennale und seine Geschichte

Die Biennale 2: Ihre Bedeutung in der – erweiterten - Gegenwart

Venedig als Thema von Literatur und Film

Migropolis und Massentourismus: Die Gegenwart und ihre Gefahren   

 


Malerei und Fotografie im 19. Jahrhundert

Seminar Prof. Dr. Carolin Meister

Seminarraum Verwaltungsgebäude
Mittwoch 15:30 – 17:00 Uhr
Beginn: 15. April 2026

Studierende im Studiengang Bachelor of Fine Arts Künstlerisches Lehramt: Modul BA 08, Studierende im Studiengang Master of Education Künstlerisches Lehramt: Modul MA 03, Studierende im Studiengang Diplom Freie Kunst

Das Aufkommen der Fotografie im 19. Jahrhundert verändert die Auffassung von der sichtbaren Wirklichkeit und wirkt damit entscheidend ein auf das Gebiet, das sich schon lange der Darstellung des Wirklichen verschrieben hat, nämlich auf die Malerei. Dabei prägt die Gegenwart der Fotografie in der visuellen Kultur dieser Zeit nicht nur den Realismus derjenigen Bildgattungen, die sich dem aktuell Sichtbaren verschrieben haben, wie etwa das Porträt. Auch die Historienmalerei, also die malerische Repräsentation dessen, was sich als längst Vergangenes jeder unmittelbaren Anschauung entzieht und von keiner Kamera mehr eingefangen werden kann, erfährt unter dem Eindruck der Fotografie eine grundlegende Transformation.

Im Seminar soll diese Entwicklung studiert werden und die Eigenheiten der Fotografie auch ausgehend von einer Malerei befragt werden, welche das fotografische Bild imitiert. Nicht zuletzt versteht sich das Seminar damit als eine Einführung in Peter Geimers Überlegungen zur Fotografie, der diese Entwicklungen freigelegt hat und im WS an der Akademie zu Gast sein wird.

Das Seminar richtet an interessierte Studierende aller Studiengänge.

Anmeldung bei Ivana Heckmanns


Slapstick

Prof. Dr. Carolin Meister

Seminarraum 308 Verwaltungsgebäude
Mittwoch 17:00 – 18:30 Uhr
Beginn 15. April 2026

Studierende im Studiengang Bachelor of Fine Arts Künstlerisches Lehramt: Modul BA 08, Studierende im Studiengang Master of Education Künstlerisches Lehramt: Modul MA 03, Studierende im Studiengang IMG, Studierende im Studiengang Diplom Freie Kunst

Kaum eine Arbeit auf der Berlin Biennale (2025) wurde in den Kritiken so häufig erwähnt, wie das Video Potknięcie/Stolpern (1977) der polnischen Künstlergruppe Akademia Ruchu, das zeigt, wie einzelne Mitglieder inmitten von Passant*innen auf der Straße vor dem Hauptquartier der Kommunistischen Partei ins Stolpern geraten. Die Strategie dieser Arbeit, die einem repressiven politischen Umfeld die Subversion einer Körperkomik entgegenhält, kann als Ausgangspunkt für das Seminar dienen.

Was verbindet künstlerische Adaptionen des Slapstick mit der Blüte des Genres im frühen Stummfilm? Welche ästhetischen wie politischen Potenziale entnimmt die neuere Kunst dem Slapstick, dessen Körperkomik sich im Kontext einer modernisierten Lebenswelt entwickelt hat? Anhand ausgewählter künstlerischer Arbeiten und Lektüren möchte das Seminar den Strategien des Slapstick zwischen der Komik abweichender Körpertechniken und dem Eigensinn dysfunktionaler Dingwelten auf die Spur kommen.

Das Seminar richtet an interessierte Studierende aller Studiengänge.

Anmmeldung bei Ivana Heckmanns


How to be an artist

Seminar Yul Koh MA

Vordergebäude, Vortragssaal
Mittwoch, 10:00 -12:00 Uhr
Beginn: 15. April 2026

Was ist eigentlich eine Künstlerin? Sind alle Menschen Künstlerinnen? Wie wird eine Person eine Künstlerin? Ist Kreativität=Kunst? Was ist eigentlich Kunst? Auf all diese Fragen gibt es keine eindeutigen oder zeitlos gültigen Antworten. Vielmehr haben sich die Vorstellungen darüber, was eine Künstlerin ausmacht und wie kreative Prozesse funktionieren, im Laufe der Geschichte immer wieder verändert. Anhand von Texten, Bildern und Filmen von und über Künstlerinnen widmet sich dieses Seminar diesen Fragen durch verschiedene Epochen und versucht gemeinsam Antworten zu finden. 

Das Seminar richtet an interessierte Studierende aller Studiengänge.

Anmeldung bei Yul Koh


Einführung in die Bild- und Filmanalyse anhand von Musikvideos

Seminar Yul Koh MA

Dienstag, 16:00 - 18:00
Beginn: 14. April 2026
Verwaltungsgebäude, Seminarraum 308

Das Seminar bietet eine Einführung in zentrale Analysemethoden der Kunst- und Filmwissenschaft und nutzt Musikvideos als anschauliches Übungsmaterial. Gemeinsam werden wir untersuchen, welche kunsthistorischen und kulturellen Bezüge in Musikvideos aufgegriffen und zitiert werden: Was verbindet Lady Gagas Judas mit religiöser Ikonografie und der christlichen Kunsttradition? Oder Beyoncé mit Pipilotti Rist und Franz Ferdinand mit der russischen Avantgarde? 

Bitte bringt ein Albumcover (analog/digital) zum ersten Termin mit. 


Einführung in die Kunstgeschichte: Epochen und Werke

Seminar Prof. Dr. Rainer Metzger

Vortragsaal Vordergebäude
Dienstag 10:00 – 12:15 Uhr
Beginn: 14. April 2026

Modul BA 07 nur für BA-Studierende (2. Semester) im Anschluss an das Seminar des WS 2025/26 von Prof. Meister

Anmeldung zum Beginn des Seminars am 14.04.2026


Werkbeschreibung und Werkinterpretation

Seminar Prof. Dr. Carolin Meister

Seminarraum 308 Verwaltungsgebäude
Freitag 10:00 – 11:30 Uhr
Beginn: 17. April 2026

Das Seminar dient der Vertiefung und Professionalisierung der kunsthistorischen Methoden der Werkbeschreibung und Werkinterpretation. Diese werden im Verlauf des Seminars an zahlreichen Beispielen quer durch die Kunstgeschichte und die Gattungen in schriftlicher Form eingeübt. Am Ende des Seminars steht eine schriftliche Klausur, die eine eigenständige Beschreibung, kunsthistorische Einordnung und Interpretation eines künstlerischen Werkes umfasst.

Das Seminar richtet sich an alle interessierten Studierenden, sowie insbesondere Studierende im Masterstudiengang (MA03)

Anmeldung bei Ivana Heckmanns

 


Kolloquium

mit Prof. Dr. Carolin Meister und Prof. Dr. Fabian Goppelsröder

Steinwerkstatt im Bildhauergarten
Donnerstag 18:00 – 21:00 Uhr, 14-tägig
Die Termine sind immer donnerstags: am 14.4., 30.4., 21.5., 28.5., 11.6., 25.6., und 9.7. 22026

Das Kolloquium ist für alle Studierenden offen und insbesondere auch als Chance für erste Gespräche über Projektideen, Methodenfragen oder Aspekte eines größeren Vorhabens zu verstehen.

Das zweiwöchentlich stattfindende, Abendkolloquium soll eine Plattform zur Präsentation und Diskussion eigener Themen, Lektüren und Projekte sein und die Möglichkeit bieten, sich klassenübergreifend auszutauschen und die künstlerische eigene Arbeit als Gewebe aus Theorie und Praxis zu reflektieren. Zur Vertiefung wird es jenseits der Projektvorstellungen Lektüresitzungen, Textbesprechungen und ergänzende (Gast-)Vorträge geben.


Kolloquium wissenschaftliche Abschlussarbeiten und Promotionen

Prof. Dr. Carolin Meister

Termine werden über den Verteiler bekannt gegeben. Anmeldung bei Prof. Dr. Carolin Meister.