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Lea Gocht: anhedonia II

In ihrer Ausstellung „anhedonia II“ verwandelt die Künstlerin Lea Gocht (*1995 in Weingarten) den Projektraum der Städtischen Galerie Karlsruhe in eine begehbare Collage voller absurder Raumerfahrungen.

Aus fotografischen Fragmenten näht die Künstlerin Lea Gocht Stoffkatzen und inszeniert mit ihnen eine surreale Szenerie: Mit verzerrtem Grinsen sitzen die Katzen auf gestapelten Schaumstoffmatratzen, umgeben von Kichererbsendosen und einem Boden, der aus unzähligen Fotografien von Asphalt zusammengesetzt ist. Mit überraschenden Materialkombinationen und ironischen Elementen spielt die Künstlerin mit Gegensätzen wie Chaos und Ordnung, Eigenwahrnehmung und Eskapismus.

Dabei stellt „anhedonia II“ – benannt nach dem psychologischen Begriff für den Verlust der Fähigkeit, Freude zu empfinden – auch grundlegende Fragen: Wie reagiert eine Gesellschaft auf den Klimawandel, Krieg und soziale Ungleichheit? Welche Strategien entwickelt der Mensch im Umgang mit den Herausforderungen einer Welt im Dauerkrisenmodus? „anhedonia II“ ist ein vielschichtiger, zugleich sarkastischer Kommentar auf die Multikrisen der Gegenwart und deren psychische und emotionale Auswirkungen auf den Einzelnen.

 

Lea Gocht: anhedonia II

Eröffnung: Freitag 23. Mai 2025 um 19:00 Uhr

Städtische Galerie Karlsruhe
Lorenzstr. 27
76135 Karlsruhe
www.staedtische-galerie.de

(Parallel findet die Eröffnung der Ausstellung „Update! Die Sammlung neu sichten – Szenenwechsel 3“ statt.)

Öffnungszeiten:
Mittwoch bis Freitag 10 bis 18 Uhr, Samstag und Sonntag 11 bis 18 Uhr

 

Lea Gocht (*1995 in Weingarten) studierte von 2013 bis 2020 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe bei Toon Verhoef, Kalin Lindena und Corinne Wasmuht, deren Meisterschülerin sie 2021 wurde. 2019 erhielt sie das Graduiertenstipendium des Landes Baden-Württemberg, 2023 das Stipendium der Stiftung Künstlerdorf und schließlich 2024 den Kunstpreis der Werner-Stober-Stiftung. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis ist mit einem Ausstellungsprojekt in der Städtischen Galerie Karlsruhe verbunden. Über die Vergabe des Preises entschied eine Jury bestehend aus dem Kollegium der Professor*innen der Karlsruher Kunstakademie sowie der Direktorin der SGK. Der Preis richtet sich ausschließlich an Absolvent*innen der Akademie.

Die Werner-Stober-Stiftung ist eine rechtsfähige Stiftung des privaten Rechts mit Sitz in Karlsruhe. Sie geht auf den 1990 verstorbenen Architekten und Unternehmer Werner Stober zurück. In seinem Vermächtnis legte er fest, dass mit seinem Nachlass neben sozialen Projekten auch junge Künstler*innen mit Zuwendungen gefördert werden sollen. Der Kunstpreis der Werner-Stober-Stiftung wird seit 1997 jährlich verliehen.

Die Städtische Galerie Karlsruhe ist das Kunstmuseum für moderne und zeitgenössische Kunst der Stadt Karlsruhe. In einem der größten Industriedenkmäler Deutschlands mit einer einzigartigen Architektur zeigt sie Wechselausstellungen zur Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts, begleitet von Präsentationen aus der eigenen Sammlung. In diesem Dialog gibt sie einen breit gefächerten Überblick über die Kunst von der Moderne bis in die Gegenwart. Weitere Informationen unter www.staedtische-galerie.de/museum.

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