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Prof. Dr. Rainer Metzger: Die Meisterklasse. Zu Geschichte und Gegenwart einer Theorie, die sich für Praxis hält

„Der einzige Weg für uns, groß, ja, wenn es möglich ist, unnachahmlich zu werden, ist die Nachahmung der Alten“: Eine Paradoxie hat Johann Joachim Winckelmann im Jahr 1755 der modernen Akademie mit auf den Weg gegeben. Mit dieser Paradoxie, diesem performativen Widerspruch, diesem, mit Niklas Luhmann: Re-Entry, bei dem ein Unterscheidungsfaktor in die Unterscheidung wieder eintritt, versucht sich seit mehr als 250 Jahren Kunstausbildung ins Benehmen zu setzen. Nachahmen, um unnachahmlich zu werden: Die Paradedisziplin dabei ist die Meisterklasse.

Rainer Metzger
Studium der Kunstgeschichte, Neueren Geschichte und Neueren Deutschen Philologie in München. Magister Artium 1988 an der LMU München mit einer Arbeit Zur Architekturpublizistik Joseph Furttenbachs; Promotion ebendort 1994 mit der Dissertation Kunst in der Postmoderne. Dan Graham; Habilitation 2002 an der Universität Stuttgart mit der Schrift Kunst der Buchstäblichkeit - Buchstäblichkeit der Kunst. Versuch einer Ikonologie der Moderne.

1989/90 künstlerischer Assistent (Prof. Wolfgang Flatz) an der Kunstuniversität Linz
1994 – 1997 Redakteur für Kunst und Architektur der Wiener Tageszeitung »Der Standard«
1997 – 2000 Gastprofessor an der Kunstuniversität Linz
1997 – 2000 wissenschaftlicher Assistent (Prof. Beat Wyss) an der Universität Stuttgart
Seit 2004 Professor für Kunstgeschichte an der Kunstakademie Karlsruhe

 

Reihe Akademie-Geschichte
Prof. Dr. Rainer Metzger

Mittwoch 17. Juni 2026 um 19:00 Uhr

Vortragssaal
Kunstakademie Karlsruhe
Reinhold-Frank-Straße 81
76133 Karlsruhe

Livestream
kunstakademie-karlsruhe.de/livestream

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