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Maximilian Arnold: Werkvortrag

Der Absolvent der Kunstakademie Karlsruhe schildert den Weg zu seiner künstlerischen Positionierung

Maximilian Arnold gibt einen Überblick über den Weg zu seiner heutigen künstlerischen Position seit dem Beginn seines Studiums an der Kunstakademie Karlsruhe vor mehr als 15 Jahren. Dabei erläutert er prägende Einflüsse, thematische Entwicklungen, Entscheidungen und Sackgassen, die seine Arbeit bis heute prägen. Zugleich bezieht er sich auf andere Künstler*innen und setzt seine Arbeit in einen kunsthistorischen wie auch zeitgenössischen Kontext.

Ausgangspunkt seiner Arbeit ist ein persönliches Archiv aus Zeitungsausschnitten, digitalem Bildmaterial und eigenen Fotografien, welches das visuelle Potential und die Grundlage seines fortlaufenden künstlerischen Prozesses bilden. Arnold zeigt, wie er durch Drucken, Zerschneiden und Neu-Arrangieren der gesammelten Bilder deren ursprüngliche Bedeutungen bewusst auflöst und neu kontextualisiert. Die daraus entstehenden Collagen bilden eine Zwischenstufe, bevor sie in Malerei überführt werden. Dieser Transformationsprozess vom gefundenen Bild über die Collage zur Malerei stellt den Kern seiner Arbeit dar.

Ein besonderes Augenmerk legt der Künstler auf seine malerische Praxis: Farbschichten werden in zeitintensiver Arbeit übereinandergelegt, teilweise wieder entfernt und weiterbearbeitet. So entstehen komplexe, vielschichtige Bildgefüge, in denen Fragmente erhalten bleiben und zugleich neu kontextualisiert werden. Gegenständliche Spuren lösen sich zunehmend auf und werden Teil einer eigenständigen Struktur aus Form, Farbe und Bedeutung.

Im Zentrum der Arbeit von Maximilian Arnold steht schließlich die Frage, wie sich Bedeutung, Wahrnehmung und visuelle Erinnerung verändern, wenn Bilder verschiedene Medien durchlaufen. Die Beziehung zwischen Archiv, Collage und Malerei versteht der Absolvent der Kunstakademie Karlstruhe als einen ineinandergreifenden Prozess zeitgenössischer Bild-Rückgewinnung, der immer auch die Frage aufwirft, welche Bedeutung Malerei als physisches Artefakt besitzt - gerade in einer Zeit digitaler Bildrezeption.

 

Maximilian Arnold wurde 1987 in Heidelberg geboren, er lebt und arbeitet heute in Berlin. Er studierte von 2009 bis 2013 an der Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe in der Klasse von Toon Verhoef und setzte seine Ausbildung von 2013 bis 2015 an der Städelschule Frankfurt am Main bei Willem de Rooij fort.Von 2019 bis 2021 gründete und leitete er den non-profit Ausstellungsraum Goeben in Berlin. Einzelausstellungen umfassen unter anderem Freed From Desire in der Galerie Matta, Mailand (2025), Days Like This in der Galerie Gratin, New York (2024), No Place To Rest in der Galerie Tobias Naehring, Leipzig (2019) und A Deep Scrub in der Galerie DUVE, Berlin (2017). Zahlreiche Gruppenausstellungen umfassen u. a. Homo Faber in der Fondazione Cini, Venedig (2024), Liminal Creatures im Künstlerhaus Bregenz (2022), Fictional Nature im Bärenzwinger Berlin (2019), Group Show in der Galerie Onrust Amsterdam (2018), Your North Is My South im Museum für Neue Kunst, Freiburg (2018) und Encoding The Urban im Kunsthaus Baselland, Muttenz (2016).
 

Dienstagsvortragsreihe
Maximilian Arnold

Dienstag 14. Juli 2026 um 19:00 Uhr

Vortragssaal
Kunstakademie Karlsruhe
Reinhold-Frank-Straße 81
76133 Karlsruhe

Livestream
kunstakademie-karlsruhe.de/livestream

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