Christoph Peters: Entzug

Lesung und Gespräch mit dem Erfolgsautor und Absolventen der Akademie
Der Roman „Entzug“ erzählt von dem, was der Titel verspricht: einem klinischen Alkoholentzug. Im ersten, mit "Trinken“ überschriebenen Teil, taucht der Ich-Erzähler – ein Schriftsteller und Künstler Ende dreißig – in den ganzen Irrsinn ein, der sich im Kopf eines Spiegeltrinkers abspielt.
Der zweite Teil, mit "Nicht-Trinken" übertitelt, folgt dem Erzähler auf die Suchtstation des Philipp-Nicolai-Krankenhauses in Berlin, wo er zum ersten Mal seit zwanzig Jahren nüchtern mit sich selbst konfrontiert ist und allmählich begreift, in welche Hölle er sich durch sein Trinken gebracht hat.
Der Roman hat autobiografische Züge, er ist einerseits der Versuch, für den Themenkomplex Sucht eine literarische Form zu finden, setzt sich andererseits aber auch mit den Ängsten, Dramen und Krisen der künstlerischen Existenz auseinander.
Christoph Peters wurde 1966 in Kalkar am Niederrhein geboren. Von 1977 bis 1986 besuchte er das Collegium Augustinianum Gaesdonck, wo Franz-Joseph van der Grinten sein Lehrer war. Von 1988 bis 1994 studierte er Malerei an der Kunstakademie Karlsruhe bei H.E. Kalinowski und G. Neusel, zuletzt als Meisterschüler von Meuser. Anschließend arbeitete er fünf Jahre als Fluggastkontrolleur am Frankfurter Flughafen. Nach 25 Jahren in Berlin, lebt er seit 2026 als Schriftsteller und Zeichner in Ostholstein. Zuletzt veröffentlichte er die Roman-Trilogie „Der Sandkasten“ (2022), „Krähen im Park“ (2023) und „Innerstädtischer Tod“ (2024), sowie den Autobiografischen Roman „Entzug“ (2026) Sein Werk erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Niederrheinischen Literaturpreis 1999 und 2022, den Christian-Friedrich-Daniel Schubart-Preis 2025 und den Franz-Hessel-Preis 2026.
Dienstagsvortragsreihe
Christoph Peters
Dienstag 30. Juni 2026 um 19:00 Uhr
Vortragssaal
Kunstakademie Karlsruhe
Reinhold-Frank-Straße 81
76133 Karlsruhe
Livestream
kunstakademie-karlsruhe.de/livestream