Semestereröffnung mit Prof. Dr. Andreas Beyer
»Kunstgeschichte als Künstler*innengeschichte«
Der erste Dienstagsvortrag in der Vorlesungszeit des Wintersemesters 2025/26 ist der offiziellen Semestereröffnung vorbehalten. Alle Freund*innen der Akademie und all jene, die sich mit der Hochschule verbunden fühlen, sind herzlich eingeladen.
In seiner kurzen Begrüßungsansprache stimmt Rektor Prof. Marcel van Eeden auf die Ereignisse der kommenden Monate ein. Er heißt auch die neuen Lehrenden und Studierenden willkommen.
Im Zentrum der Veranstaltung steht jedoch der Vortrag von Prof. Dr. Andreas Beyer. Er blickt sich in seinem Beitrag Kunstgeschichte als Künstler*innengeschichte auf den Beginn des 20. Jahrhunderts zurück. Damals wurde die Forderung nach einer "Kunstgeschichte ohne Namen" laut, in dem Bestreben, die Beschäftigung mit der Kunst zu objektivieren und zu verwissenschaftlichen. Der Vortrag von Andreas Beyer plädiert dagegen für eine neuerliche Würdigung der Künstler*innenpersönlichkeit, nicht im Geiste eines veralteten Geniekults, als vielmehr im Sinne eines integralen Verständnisses der Kunst, als geistiger wie auch körperlicher Hervorbringung: Das Leben der Künstler*innen als Beglaubigung seines Werks.
Andreas Beyer war zuletzt Professor für Kunstgeschichte an der Universität Basel. Von 2009–2014 war er Direktor des Deutschen Forums für Kunstgeschichte in Paris. Seine jüngsten Veröffentlichungen waren: "Künstler, Leib und Eigensinn. Die vergessene Signatur des Lebens in der Kunst" (Wagenbach, Berlin 2022) sowie "Benvenuto Cellini. Ein Leben im Furor" (Wagenbach, Berlin 2024).
Dienstagsvortragsreihe & Semestereröffnung
mit Prof. Dr. Andreas Beyer
Dienstag 14. Oktober 2025 um 19:00 Uhr
Vortragssaal
Kunstakademie Karlsruhe
Reinhold-Frank-Straße 81
76133 Karlsruhe
Livestream
kunstakademie-karlsruhe.de/livestream