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Katharina Büttgen erhielt den Kunstpreis der Stadt Donaueschingen

Katharina Büttgen, Studierende an der Kunstakademie Karlsruhe, erhielt den mit 2.000 Euro dotierten Kunstpreis der Stadt Donaueschingen für ihre Arbeit Sprache ist Widerstand. Die Auszeichnung ist Teil der Donaueschinger Regionale, einer alle zwei Jahre stattfindenden Kunstschau, für die sich auch noch weitere Studierende der Kunstakademie Karlsruhe beworben hatten. Die Teilnehmenden an der Ausstellung wurden durch eine Fachjury ausgewählt.

In ihrem ausgezeichneten Textilobjekt thematisiert Katharina Büttgen, die familiären Wurzeln in Belarus hat, die Ohnmacht der Menschen in einem Überwachungsstaat. Ihre Kunst knüpft an traditionelle Stickbilder an, die in Belarus eine jahrhundertelange Tradition haben. Sie werden zu Geburten oder Hochzeiten in der Regel von Frauen gestickt und innerhalb der Familien verschenkt. Katharina Büttgens Textilbild jedoch handelt von Krieg, Vertreibung, Flucht und Schmerz und ist ein Pamphlet des Widerstands. „Die Einfachheit der verwendeten Mittel, die Reduktion auf wenige, jedoch sehr ausdrucksstarke Motive und die Platzierung von nur drei Worten Sprache ist Widerstand erzwingen unsere unmittelbare Reaktion, denn ein Wegschauen ist nicht möglich“, kommentierte die Jury.

Katharina Büttgen wurde 2001 in Aachen geboren und studierte zunächst in Köln Kunst und Philosophie. Sie setzte ihr Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe fort. Büttgen arbeitet in der Klasse von Prof. Marcel van Eeden.
 

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