Käthe Kruse: Geniale Dilettanten und die Maria-Kissen der Tödlichen Doris

Die Künstlerin berichtet über musikalische, künstlerische und sozialpolitische Entwicklungen in der Berliner Szene
Die Künstlerin Käthe Kruse setzt sich über Grenzen und Genres hinweg und erweitert diese. Seit den 80er Jahren, als Teil des Westberliner Trios Die Tödliche Doris, arbeitet sie mit der Verschränkung von Musik, Text, Performance, Video und Malerei, entwickelt Formate, die sich nicht in herkömmliche Kategorien einordnen lassen. Die Gruppe arbeitete mit Transformationen, malte 44 großformatige Bilder, die als Super- 8-Film eine kaleidoskopische Bewegung darstellen, sie nähten Kissen als Musikinstrumente zum gedämpften Hineinschreien, die, mit Texten bestickt, als Kunstwerke ausgestellt werden. Die Tödliche Doris performte im Museum of Modern Art, New York, dem Musée d’Art Moderne, Paris, auf der documenta 8 in Kassel. Ihr letztes Konzert spielten sie 1988 im Club Quattro in Tokio.
In ihrem Vortrag Geniale Dilettanten und die Maria-Kissen der Tödlichen Doris spricht sie über die musikalische und künstlerische Entwicklung in den 80er Jahren. Hausbesetzungen, die es den Künstlerinnen* und Musikerinnen* ermöglichten, Frei-, Wohn- und Arbeitsräume zu nutzen, waren wichtiger Bestandteil ihres Lebens und der Szene in Berlin.
Käthe Kruse verbindet in ihren Einzelausstellungen Kunst und Performances. Sie stellte hat in der Kunsthalle Bremerhaven, im Hamburger Bahnhof Berlin, im Landesmuseum Karlsruhe und zuletzt in der Berlinischen Galerie ausgestellt. Demnächst wird sowie in der Akademie der Künste Berlin über Wochen ihre Arbeit Unhörbar herstellen, am Plattenspieler sitzend übermalt sie ihre eigenen Schallplatten mit Ölfarbe und wird an einem Abend eine Musik-Performance machen.
Vortrag im Rahmen des Gleichstellungssymposiums
Käthe Kruse
Donnerstag, 28. Mai 2026, um 16:30 Uhr
Vortragssaal
Kunstakademie Karlsruhe
Reinhold-Frank-Straße 81
76133 Karlsruhe
Livestream
kunstakademie-karlsruhe.de/livestream