Gin Bahc erhielt Urkunde zum Kalinowski-Preis 2026

Gin Bahc erhielt zur Eröffnung der Sommerausstellung die Urkunde zum Kalinowski-Preis 2026 aus den Händen von Marion Eisele, Vertreterin der Stiftung Kunstfonds Bonn. Die Auszeichnung, die vom Kunstfonds in Bonn ausgeschrieben wird, ist mit 10.000 Euro dotiert und wurde nunmehr zum zehnten Mal von der Nachlass-Stiftung Prof. Horst Egon Kalinowski vergeben. Die Ausschreibung richtet sich ausschließlich an Absolvent*innen der Karlsruher Kunsthochschule.
Gin Bahc entwickelt ihre Arbeiten zwischen Zeichnung, Performance und Installation in direkter Reaktion auf vorgefundene Räume und Situationen. Ihre Werke entstehen prozesshaft und beziehen das Publikum aktiv ein: Anwesenheit, Bewegung und Interaktion der Besucher*innen verändern den Verlauf der Arbeit unmittelbar. Auf diese Weise verschiebt Bahc die Grenzen zwischen Werk, Raum und Publikum und untersucht körperliche und soziale Dynamiken, Prozesse des Entblößens und Verdeckens sowie Kontrolle und Kontrollverlust. Zugleich verweist ihre Arbeit auf oft unsichtbare Strukturen, die Räume organisieren und aufrechterhalten.
Gin Bahc, 1985 in Südkorea geboren, lebt und arbeitet als Konzeptkünstlerin in Karlsruhe. Sie studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe erst bei Gustav Kluge, dann bei Marcel van Eeden. Sie schloss ihr Studium 2017 als dessen Meisterschülerin ab. Ihre Arbeiten wurden unter anderem im Wilhelm-Hack-Museum in Ludwigshafen, im Kunsthaus Baselland, in der Jason Platform in Kopenhagen sowie in der ILG Factory Hall in Chicago gezeigt.