Fachdidaktik Kunst und Bildungswissenschaften

Was bedeutet es, KünstlerIn zu werden, wenn man doch LehrerIn wird? – Keineswegs das Aufgehen im Versuch der Erfüllung mannigfaltiger Aufgaben, auch nicht das Aufgeben der Kunst, sondern künstlerische Arbeit an der Aufgabe der Kunst in der Gesellschaft. Kunstdidaktik ist die Kunst der Verknüpfung virulenter Fragestellungen der Gegenwart mit den Artikulationsformen der Kunst vor der Folie historischer und aktueller Diskurse. Es gilt, diese Felder lustvoll aufeinander zu beziehen, daraus lebendige Formen der Anwendung zu entwickeln und die hierbei gewonnenen Erfahrungen und Erkenntnisse in neue Theorien und Praxen zurückfließen zu lassen, um an einer der wichtigsten, weil in jedem Werdegang durchlaufenen Schnittstellen von Kunst und Gesellschaft handlungsfähig zu sein: der Schule als Ort und als Zeitraum. Sodann heißt Didaktik Lehrkunst, und Lehrende sind Bildende KünstlerInnen. Sie arbeiten – oft mit dem Wissen der Bilder - zu Fragen, die in einer Sphäre wissbegieriger Koexistenz ästhetischer Mentalitäten verhandelt und verwandelt werden. Eine Sphäre ist die Gestaltungsaufgabe aller, die sich darin aufhalten. Ihre Erfüllung wäre bildend.