Staatliche Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe
Laufzeit
07.07. – 07.10.2012
Ort
Städtische Galerie Karlsruhe

Meisterschüler zu Gast in der Städtischen Galerie Karlsruhe

TOP 12

Die insgesamt 28 Meisterschülerinnen und Meisterschüler der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste sind vom 7. Juli bis 7. Oktober 2012 mit ihrer Ausstellung in der Städtischen Galerie Karlsruhe zu Gast. Sie geben damit erstmals in dieser Form in Karlsruhe einen umfangreichen Einblick in ihr aktuelles Schaffen am Übergang von der Hochschule in die berufliche künstlerische Selbstständigkeit. Die Vielfalt ihrer Arbeiten, die alle Ausdrucksformen im Bereich von Malerei, Bildhauerei, Zeichnung und Grafik, aber auch Videokunst und Performance umfasst, macht die grenzenlosen Möglichkeiten deutlich, die der zeitgenössischen Kunst eigen sind.

Die Ernennung zum „Meisterschüler“ ist eine persönliche Auszeichnung, die ausge-wählten Absolventen der Akademie durch ihre Professorin oder ihren Professor verliehen wird. Meisterschüler dürfen ein weiteres Jahr an der Akademie studieren, erhalten einen Atelierplatz und genießen auch sonst alle Leistungen wie etwa die Betreuung durch die Professorinnen und Professoren oder den Zugang zu den zahlreichen Werkstätten der Hochschule.

Das in seiner Weise einzigartige Meisterschüler-Projekt der Karlsruher Akademie um-fasst auch eine Ausstellung mit aktuellen Werken der Absolventen, die jedes Jahr in einer anderen angesehenen Kunstinstitution des Landes Baden-Württemberg zu sehen ist. Elf Jahre lang tourte die Überblicksschau – gefördert vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst durch das Programm „Kunsthochschulen in der Region“ – außerhalb von Karlsruhe. Sie war u.a. in Baden-Baden, Heidelberg, Freiburg, Mann-heim, Offenburg und Esslingen zu sehen. Zum ersten Mal gastieren die Teilnehmer dieser Ausstellungsreihe nun in einer Karlsruher Einrichtung. Zum Meisterschüler-Projekt gehört außerdem die ausstellungsbegleitende Publikation eines umfangreichen, reich bebilderten Katalogs. Darin sind jedem Meisterschüler zwölf Seiten als Einzel-beitrag gewidmet, die dieser mit fachlicher Unterstützung selbst gestaltet.

Die Städtische Galerie Karlsruhe ist nicht nur wegen ihrer hervorragenden räumlichen Voraussetzungen im Lichthof 10 des ZKM-Gebäudes ein idealer Ausstellungsort. Es gibt darüber hinaus zahlreiche Bezüge zwischen der Akademie und den Kunstsammlungen der Stadt Karlsruhe. Einen signifikanten Sammlungs- und Ausstellungsschwerpunkt des Museums bildet die Kunst im deutschen Südwesten und besonders die Werke der Professoren an der Karlsruher Akademie. In der Sammlung der Städtischen Galerie lässt sich nahezu lückenlos die Geschichte der Kunsthochschule mit ihren Lehrern und Absolventen anhand hochkarätiger Arbeiten verfolgen. In der Dauerausstellung sind eine Vielzahl von Werken der aktuell an der Akademie lehrenden Professorinnen und Professoren zu erleben. Jüngeren Absolventen der Akademie stellt das Haus – beispielsweise im Rahmen des Kunstpreises der Werner-Stober-Stiftung – immer wieder das Forum für Werkschauen zu Verfügung. Der Förderkreis des Museum richtete bereits mehrfach Ausstellungen von Professoren aus.

Die Ausstellung wird von Prof. Ernst Caramelle gemeinsam mit den Meisterschülerinnen und Meisterschülern konzipiert. Die Teilnehmer sind: Selma Alaçam, Josef Bartz, Katja Colling, Thomas Dawidowski, Alex Feuerstein, Jonas Fleckenstein, Jörg Gelbke, Simon Häske, Chan-Joo Hwang, Ross Jago, Beate Körner, Zora Kreuzer, Max Leiß, Rebekka Löffler, Kai Mailänder, Carolin Mayer-Eming, Tomomi Morishima, Natalie Obert, Felix Oehmann, Andreas von Ow, Swjatoslav Palamartschuk, Ulrich Paquet, Uta Pütz, Nelly Rempel, Jens Stickel, Tobias Talbot, Johannah Vogt und Hanna Woll.

Im Rahmen der Eröffnung am Freitag, 6. Juli 2012 um 19 Uhr wird der Meisterschüler-Preis der „Vereinigung der Freunde der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe“ übergeben. Er wurde in diesem Jahr anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Freundeskreises gestiftet.

Zur Ausstellung erscheint ein reich bebilderter Katalog, der an der Museumskasse zum Preis von 20 Euro erhältlich ist.